Do it yourself Steak

G.O.A.T. Battle – Because we can

Wenn man(n) oft Exklusives isst, geht es irgendwann in Normalität über. Dann braucht man besondere Stimuli, um seine fleischlichen Gelüste adäquat zu befriedigen. Genau aus diesem Grund haben wir uns am Osterwochenende aufgemacht, die besten Steaks miteinander zu vergleichen. Ein G.O.A.T. Battle also. Zur Beruhigung aller Football Fans, nein wir hauen nicht Tom Brady auf den Grill sondern die Pendants aus der Tierwelt. Warum? Weil wir es können. Ziel? Das Ultimative G.O.A.T. (Greatest Of All Time) Steak finden.

„Steak ist nichts. Aber viel Steak, das ist etwas anderes“

Vorab eine kurze Vorstellung der Kontrahenten: 

Wagyu T-Bone – Wagyuhof Mostviertel

Das Wagyu T-Bone schlägt wohl die tiefste Kerbe in euren Geldbeutel. Mit einem ab-Hof Preis von knapp € 168 pro Kilo wahrlich kein Schnäppchen. Wenn man aber weiß, wie viel Arbeit und Zeit beim Wagyuhof Mostviertel in die Tiere investiert wird, relativiert sich der Preis aber rasch wieder. (Einen besseren Eindruck über den Wagyuhof könnt ihr euch hier verschaffen).

Simmentaler Beef Filet – Weltmeister Kebap

Das Simmentaler Beef Filet siedelt sich preislich mit einem Kilopreis von € 62 auch eher „oben“ an und will beweisen, dass „normales“ Fleisch aus Österreich mit den ausländischen Gourmetvarianten bzw. dem heimischen Wagyu auch mithalten kann. 

Txogitxu Lungenbraten aus Galizien – Weltmeister Kebap

Zugegeben, mit einem Kilopreis von € 69 ist der Txugitxu Lungenbraten aus Spanien nicht mehr ganz so günstig, darf im G.O.A.T. Steak Vergleichstest aber auf keinen Fall fehlen. In anbetracht der Tatsache, dass alte Kühe ja bekanntermaßen alt werden dürfen (und nicht schon mit 10-12 Monaten geschlachtet werden) ist der kleine Aufpreis zum heimischen Simmentaler (Weiderind) durchaus als gerechtfertigt zu bezeichnen. 

Txogitxu Prime Rib aus Galizien – Weltmeister Kebap

Der Klassiker unter den seltenen Steaks ist natürlich das Txugitxu Rib Eye (in diesem Fall ein Prime Rib weil mit Knochen). Für € 44 pro Kilo kann man das schon mal machen. Übrigens, was dieses Txugitxu eigentlich ist, könnt ihr hier nochmal nachlesen.

X.O. Rib Eye aus Salzburg – Weltmeister Kebap

Da wir ja doch sehr heimatverbunden sind, darf das heimische Pendant zum Txugitxu natürlich auch nicht fehlen. Das X.O. (Extra Old) Beef Ribeye kommt auf einen Kilopreis von knapp € 45. 

Uruguay Las Piedras Angus Ribeye – Weltmeister Kebap

Das Angus Ribeye aus Uruguay, kommt (wohl seiner Rasse und Herkunft geschuldet) ebenfalls mit einem Kilopreis von knapp € 45 daher. Kann es da mit seinen alten Europäischen Konkurrenten mithalten? 

Das Testverfahren…

… entpuppt sich dann als durchaus unkompliziert und einfach. Alle Steaks kommen nach Bauchgefühl kurz auf den heißen Grill und werden je nach dicke zwischen 2 und 5 Minuten pro Seite scharf angegrillt. Restliche Zubereitung? Rasten lassen, aufschneiden, Salz drüber. Fertig. As easy as it can be! 

Txogitxu Prime Rib aus Galizien – Weltmeister Kebap

Die Rib-Eye Steaks

Txogitxu Prime Rib aus Galizien – Weltmeister Kebap

Beginnen wir unser Fazit gleich mit dem wohl exotischsten Kandidaten – dem Txugitxu Prime Rib. Wie erwartet, entpuppt sich die alte Kuh als eher zäher Gegner, der die Kaumuskulatur mittels spielerischer Leichtigkeit auf Betriebstemperatur bringt. Wer jedoch die Geduld aufbringt und lange genug kaut, wird mit unvergleichlich intensivem Fleischgeschmack belohnt. Das Fazit aus unserem Bekanntenkreis:  nichts für Steak Anfänger, entweder man liebt- oder hasst es. 

X.O. Rib Eye aus Salzburg – Weltmeister Kebap

Im Vergleich dazu, bekommt ihr mit dem X.O. Beef Rib Eye aus Salzburg eine „light“ Variante. Immer noch intensiv im Geschmack, aber (für uns überraschend) ein vielfaches Zarter. 

Uruguay Las Piedras Angus Ribeye – Weltmeister Kebap

In Anbetracht der quasi übermächtigen (und alten) Konkurrenz, ist es für das Rib Eye aus Uruguay natürlich schwer zu punkten. Nichts desto trotz, gibt es sich nicht kampflos geschlagen und zeigt sich ebenfalls als durchaus zarte Versuchung, wenngleich uns der unverwechselbare Geschmack der alten Kühe fehlt. 

Fazit Rib Eye Steaks

Platz 1: X.O. Beef 

Absolute Zartheit gepaart mit mild-intensivem Geschmack und dazu noch von einem heimischen Hof. Do It! 

Platz 2: Txogitxu 

Wer mal etwas ganz anderes Probieren möchte und damit auch in kauf nimmt, dass das Fleisch mal nicht so zart ist, der sollte auf jeden Fall einmal ein Rib Eye Steak von der alten Kuh probieren. Vorsicht – Suchtgefahr! 

Platz 3: Uruguay Angus

Was bleibt uns zum Angus Rib Eye aus Uruguay zu sagen? Klassisch Wienerisch: „Jo eh“. Bedeutet: Absolutes Top Steak, aber unserer Meinung nach keine wirkliche Konkurrenz für die alten Kühe. Ist zugegebener maßen auch ein etwas unfairer Vergleich. 

Filet / Lungenbraten

Simmentaler Beef Filet – Weltmeister Kebap

Zum Simmentaler Filet (man könnte auch klassisches Weiderind dazu sagen, klingt halt dann nicht so fancy) kann man eigentlich nur sagen: „Frisch, saftig, steirisch“. Nur ist es halt nicht aus der Steiermark sondern aus Oberösterreich. Insgesamt ein sehr feines Steak und damit wohl der Girlie-Geheimtipp. Wenig Fett und sehr zart.

Txogitxu Lungenbraten aus Galizien – Weltmeister Kebap

Quasi die Anfängervariante der Alten Kühe stellt hingegen der Txogitxu Lungenbraten dar. Ein herrliches Steak, saftig und zart – trotzdem immer noch intensiv im Geschmack (wenngleich der Aha-Effekt erwartungsgemäß geringer ausfällt als beim Spanischen Prime Rib). Pro Kilo unwesentlich teurer als das heimische Simmentaler, dafür eben besonders lange gereift und mit nicht unwesentlich höherem Fettanteil welcher natürlich zum Geschmack beiträgt. 

Fazit Filets

Platz 1: Txogitxu Lungenbraten

Wie schon gesagt, ist der Lungenbraten quasi die Einstiegsdroge in die Welt der alten Steaks. Der Aufpreis von € 7 pro Kilogramm wird durch den höheren Fettanteil und den damit (als auch dem hohen Alter) verbundenen intensiveren Geschmack wettgemacht. 

Platz 2: Simmentaler Filet

Wie auch schon das Rib Eye aus Uruguay, hat auch des Simmentaler Filet einen quasi übermächtigen Gegner serviert bekommen. Fast so wie Dortmund vor nicht allzu langer Zeit gegen Salzburg. 

Ausser Konkurrenz

Wagyu T-Bone – Wagyuhof Mostviertel

Wenn wir ehrlich sind – sowohl Preislich (hoch!) als auch im Hinblick auf die Zartheit (gewaltig!) gibt es für das heimische Wagyu keine Konkurrenz. Aber Moment!  Wir haben gerade eine Idee für eine zukünftige vertiefende Forschung: Wenn sich das Oberösterreichische Pendant (Putz Wagyu) zum Niederösterreichischen Wagyuhof am Wiener Griller der Manly Men zum ultimativen Wagyu Battle einfinden würde  – das wär doch was. Oder?

Bezugsquellen

Wagyu

Wagyuhof Mostviertel
Porstenberg 17
3350 Haag

Website: www.wagyu-oesterreich.at
Facebook: www.facebook.at/wagyuhof
Instagram: www.instagram.com/wagyuhof
MMFB Beitrag: www.mmfb.at/wagyuhof-mostviertel

Restliches Gourmet-Fleisch

TANIS am Kutschkermarkt aka  „Weltmeister Kebap“
Kutschkermarkt Stand 53+7 (am besten ihr betreten den Markt Schulgasse Ecke Kutschkergasse!) 
1180 Wien

Facebook: www.facebook.at/WeltmeisterKebap
Instagram: www.instagram.com/weltmeisterkebap
MMFB Beitrag: www.mmfb.at/weltmeister-kebap

 

 

 

 

 

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