Asiatisch

Shoyu – Amen zu Ramen

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr momentan weder Pizza, Burger noch Steak sehen könnt, haben wir im vor kurzem eröffneten Shoyu vorbei geschaut. Das trifft sich zur momentanen Jahreszeit sehr gut, denn neben klassischen japanischen Köstlichkeiten, die sich nicht auf Mushi reimen (wir reden von Sushi, du Schelm!), haben sie sich auf ein äußerst beliebtes Gericht spezialisiert. Du hast es sicher schon erraten. Ramen.

Um die dramaturgische Brücke zur Jahreszeit fertig zu schlagen. Es ist in Wien momentan gluteus maximus kalt. Und wie das bei der Kälte so ist, dürstet es die bessere Hälfte eines Manly Men nach hocherhitzter Flüssignahrung, was nach dem Ende der Punschsaison eigentlich nur Suppe bedeuten kann. Wenn schon, denn schon, das heißt, verbinden wir das Unvermeidliche mit dem Nützlichen und statten Wiens zweitem Ramen-Lokal einen Besuch ab. Dazu kann man gleich mal festhalten – Ramen eignet sich eigentlich zu jeder Jahreszeit. Im Winter halt besonders gut.

Edamame und Gyoza als Vorspeise

Wer uns kennt, der weiß, dass wir so ganz ohne feste Nahrung vermutlich auf die Barrikaden steigen würden. Klar, dass wir uns für den Benchmark daher vorab mit einer Portion Edamame sowie einer Portion Gyoza eine Unterlage für den Ramen als Hauptgang schaffen. Erster positiver Eindruck: mit 3,90 EUR für den Edamame liegt das Shoyu ebenso wie mit 4,90 EUR für die Gyoza Teigtaschen gut im innenstädtischen Schnitt.

Shoyu – Edamame
Shoyu – Edamame

Geschmacklich meistert das Shoyu die erste Hürde souverän. Die Edamame kommen in einer Menge daher, von denen ein Mann samt Anhängsel bzw. Frau samt besserer Hälfte (ihr könnt euch die passende Redewendung aussuchen oder weitere Kombinationen als Kommentar hinterlassen) bequem satt wird. Und auch bei den Gyoza macht man nichts falsch. Mit Mehrweg Stäbchen (nicht die Wegwerfdinger aus Holz) bewaffnet kämpfen wir mit unserem Gegenüber um insgesamt 6 Stück und unterliegen nur deshalb 2:4, weil wir noch mit dem Fotografieren beschäftigt waren. Ehrlich!

Noch schneller als wir beim Essen war dann das Shoyu, denn mit perfektem Timing im Anschluss an den Verzehr der Vorspeise fanden zwei dampfende Schüsseln den Weg zu unserem Tisch.

Shoyu Classic Ramen

Shoyu – Shoyu Classic Ramen

Anders als im Karma Ramen setzt man im Shoyu auf traditionellere (d.h. weniger ausgefallene) Zusammensetzungen. Dementsprechend setzt sich die Basis Variante „nur“ aus dem typischen Sojascauce Ramen samt Cha Shu Schweinefleisch, Ei, Moyashi und Jungzwiebeln zusammen. Nur ist gut, denn in der Standardausführung um 9,90 EUR ist mengenmäßig mehr als genug vorhanden. Das Upgrade um zusätzliche 3,50 EUR ist dementsprechend nur etwas für sehr hungrige und aus div. Mangas Entsprungene. Geschmacklich gibt es dann auch nichts auszusetzen. Der Ramen ist Herzhaft im Geschmack und die Weizennudeln typisch für die asiatische Küche. Zu unserer Freude in keiner zu geringen Menge vorhanden. Lediglich der Fleischanteil könnte für unsere Maßstäbe größer sein, tut dem Gesamteindruck aber keinen Abbruch.

Chicken Ramen

Shoyu – Chicken Ramen

Apropos Fleischanteil. Der ist beim Chicken Ramen schon eine Spur größer, in der Zusammensetzung ist er mit Ei, Moyashi und Jungzwiebeln relativ ident mit der Shoyu Classic Ausführung. Kostet mit 9,90 EUR in der Basis Variante allerdings auch das Gleiche. Während wir zu Ramen und Nudeln deshalb an dieser Stelle nichts Neues hinzufügen können, so bleibt uns doch, das separat servierte, frittierte Hühnchen lobend zu erwähnen. Sowohl trocken, als auch im Ramen geschwenkt schmeckt es sehr gut und hinterlässt uns nach dem dritten Stück mit etwas Wehmut, denn mehr bekommt ihr nicht serviert, obwohl wir definitiv mehr davon vertragen könnten.

Bewertung Shoyu*

  • Erreichbarkeit - 8/10
    8/10
  • Ambiente - 7/10
    7/10
  • Angebotsvielfalt - 8/10
    8/10
  • Freundlichkeit - 9/10
    9/10
  • Schnelligkeit - 9/10
    9/10
  • Kompetenz - 8/10
    8/10
  • Menge - 8/10
    8/10
  • Zubereitung - 8/10
    8/10
  • Geschmack - 8/10
    8/10
  • Preisleistung - 8/10
    8/10
  • Sexiness - 5/10
    5/10

Fazit

Auch wenn das Ambiente des Shoyus nicht das Klischee eines Japaners erfüllt, so lasst euch nicht täuschen. Hier bekommt ihr eine Vorstellung davon, was man in Japan abseits von Sushi sonst noch so auf der Speisekarte findet. Das bezeugen zumindest die japanischen Touristen, die nicht selten nach ihrem Besuch im MuK den Weg in das nicht weit entfernte Shoyu finden. Wir haben einen ähnlichen Eindruck bekommen und verleihen dem Restaurant, Kraft unseres subjektiven Halbwissens, das Prädikat "authentisch". Soll heißen beim Ramen wird auf fancy Zutaten ala Karma Ramen verzichtet und das Shoyu demonstriert damit eindrucksvoll, dass es das gar nicht braucht. Ramen schmeckt auch so vorzüglich. Wer sich an dieser Stelle als Suppenkasper outet, der sei beruhigt. Alternativ habt ihr im die Möglichkeit, verschieden Varianten von Don Buri zu bestellen, angefangen bei frittiertem Hun bishin zum Rindslungenbraten ist für jeden etwas dabei. Wer keinen Reis mag, der kann sich an Yaki Udon versuchen. Vorbeischauen lohnt sich also allemal.

7.8/10
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Restaurant Eckdaten

Adresse: Seilerstätte 10 ~ 1010 Wien

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 11:00 bis 22:00 Uhr

Kontakt:
Tel: +43 1 9415018
Mail: info@shoyu.at
Web: http://www.shoyu.at/
Facebook: https://www.facebook.com/SHOYU-1129256683778794/

 

 

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