Burger Steak

Said the Butcher to the Cow – ja was sagt er denn?

Said the Butcher to the Cow
Aus Marketingsicht gesehen haben die Macher vom "Said the butcher to the cow" auf jeden Fall so einiges richtig gemacht - dem Lokal eilt ein guter Ruf voraus und egal wann man(n) hingeht, es ist stets gut besucht. Doch vereinzelt sind auch kritische Stimmen bezüglich der Speisen zu hören - höchste Zeit also, deren Wahrheitsgehalt zu prüfen!

Fleisch, Fleisch und nochmal Fleisch …

… regiert die Welt. Oder zumindest das „said the butcher to the cow“. Wem die Auswahl an Fleischhaltigen Gerichten nicht groß genug ist, dem ist geraten vor der Bestellung einfach einmal alle angebotenen Gin Sorten (33 an der Zahl!) zu verkosten – denn nach deren Genuß verdoppelt (vl. sogar verdreifacht) sich die Speisekarte vor dem geistigen Auge des Betrachters garantiert.

Für uns war die Auswahl an Speisen zwar ausreichend, trotzdem gönnten wir uns als Aperitiv feinsten Monkey47 Gin mit Fever Tree Tonic. Als Hauptspeisen wählten wir den Wildschweinburger mit Rotkraut (ein Special), einen Bacon Cheeseburger, einen Steakhouseburger und ein Filetsteak.

Said the Butcher to the Cow
Said the Butcher to the Cow

Wildschweinburger mit Rotkraut

Bei Specials die ansonsten nicht auf der Karte zu finden sind greifen wir immer gerne zu – als Großstadtkinder trifft das alte Sprichwort „was der Bauer nicht kennt frisst er nicht“ auf uns gottlob nicht zu.

Der Burger war optisch äusserst ansprechend angerichtet, das Bun sehr gut angetoastet – garniert mit Brie, Preiselbeeren, Birne und Salat wurde auch etwas für den Vitaminhaushalt getan.

Said the Butcher to the Cow
Wildschweinburger

Bei aller „Fancyness“ des Rezepts muss nun nur noch der Geschmack stimmen um für diesen Leckerbissen Bestnoten vergeben zu können – doch an dieser Stelle müssen wir leider einen kleinen Kritikpunkt anbringen welcher natürlich äusserst subjektiv ist. Zur Erklärung: Wer uns kennt, der weiß, wir lieben den Geschmack von Fleisch und knusprig gebratenem Speck. Hiervon war beim Wildschweinburger leider so rein gar nichts zu erschmecken was wohl daran lag dass der Brie dermaßen dominant war, dass man(n) schon meinen könnte er wäre weiblich und in einer langjährigen Ehe mit dem Fleisch (welches dann den männlichen Part verkörpert). Das Fleisch hatte in dieser Kombi also – wie wir Männer ja zugegebenermaßen im echten Leben – gegen den Käse keine ehrliche Chance.

Bacon Cheeseburger

Optisch war der Bacon Cheeseburger für uns schon fast ein perfekter Burger. Perfekt getoastetes Bun, viel Fleisch, wunderbar geschmolzener Käse,als Topping herrlich knusprig gebratener Bacon und die Sauce optional nebenan.

Said the Butcher to the Cow
Bacon Cheeseburger

Beim ersten Biss wurde uns auch klar – ja so (und nur so und nicht anders!) muss ein Bacon Cheeseburger zusammengestellt sein und schmecken. Rauchiger Speck und saftiges, auf den Punkt medium gebratenes, Fleisch im perfekten Zusammenspiel ergeben quasi Beethovens 5te unter den Burgern. Sogar der beim Wildschweinburger erwähnte Geschlechterkampf zwischen Käse und Fleisch ging hier an die Männer, also das Fleisch.  So soll es sein! Es gibt nur eine einzige Möglichkeit diesen Burger noch besser zu machen – liebe Betreiber des „said the butcher to the cow“ – bitte bitte macht ihn doch ein wenig größer, damit auch die männlichsten der männlichen Gäste restlos satt und zufrieden werden können.

Steakhouse Burger

Eigentlich müsste ein Steakhouse Burger (eine Mischung aus Steak UND Burger) in der Theorie ja das Non-Plus-Ultra, das Beste wo gibt, ja sogar das All-Star-Team eines Burgerlokals sein. In der Praxis sieht das leider oft anders aus – oftmals wird nicht das Beste Fleisch verwendet was es dann schwierig macht den Burger mit den Fingern zu essen weil das Fleisch sich nicht gut teilen lässt – und Burger mit Messer und Gabel zu essen geht genauso nicht wie Steak well done zu bestellen. So viel zur Theorie.

Said the Butcher to the Cow
Steakhouse Burger

Die Praxis im „said the butcher to the cow“ sieht wie folgt aus: Perfekt medium gebratene butterweiche Steakstücke, umspielt von Zwiebeln, Tomaten und Salatgarnitur bereit ohne die zuhilfenahme anderer Hilfsmittel als den Gottgegebenen (ja wir meinen unsere Hände) verspeist zu werden. Die Fleischmenge ist in diesem Fall ausreichend – mehr Fleisch geht zwar immer, aber so problemlos wie dieser Burger in unsere zarten Bloggerhände passt sind wir schon fast dazu geneigt den Koch des Betrugs zu beschuldigen – Irgendwie muss er ja an die Abdrücke unserer Hände gekommen sein und diesen Burger zu formen. Übrigens – wieder ist die Sauce optional – wir mögen das!

Filetsteak (300g) vom Tullnerfelder-Rind

Die Auswahl an Steaks ist im „said the butcher to the cow“ ziemlich überschaubar, entweder Rib Eye (280g) oder Filetsteak (200/300g). Somit fiel uns die Entscheidung nicht schwer – das größte ist gerade groß genug für unsere Ansprüche.

Said the Butcher to the Cow
Filesteak

Dass wir in Sachen Steak schwer zu beeindrucken sind ist ja weithin bekannt. Dementsprechend gespannt waren wir in einem Lokal mal Österreichisches Rind kredenzt zu bekommen.

Was uns gefiel war auf jeden Fall das Brioche auf dem das Steak serviert wurde – so konnte jeder Tropfen des kostbaren Safts der beim Anschneiden des Steaks austrat gerettet und im Nachhinein seiner Bestimmung (gegessen werden!) zugeführt werden. Mit dem Garpunkt des Fleisches waren wir sehr zufrieden – anonsten können wir nur zu einer maximal Mittelprächtigen Bewertung kommen. Denn: Für ein Filesteak war das Stück Fleisch auf unserem Teller (unserer Meinung nach) schon sehr durchzogen, gut 1/3 des Fleisches musste aufgrund von Flachsen unserem ständigen pelzigen Begleiter unter dem Tisch zugeführt werden. Auch wenn dem Hund das gefällt – eigentlich würden wir unser Essen lieber selbst genießen.

Die Bedienung…

… war ausgesprochen freundlich und bemüht. Da wir das Lokal schon einige Male zuvor ausprobiert hatten waren wir an lange Wartezeiten (sowohl auf Getränke als auch auf Speisen) vorbereitet – wurden aber diesmal eines Besseren belehrt. Offenbar hat sich das Team mittlerweile eingespielt, die Abläufe scheinen auf jeden Fall reibungslos zu klappen.

Als großen Plus Punkt können wir noch die besondere Hundefreundlichkeit anführen – sogar ohne darauf hinzuweisen wurde unserem Blog-Hund eine Schüssel Wasser gereicht und nachgefragt ob der Hund denn Bacon essen dürfe (natürlich darf er das).

Said the Butcher to the Cow
Said the Dog to the Bacon

Pünktlich mit unserem Essen kam also auch für den Hund eine kleine Schüssel gebratener Speck an, die in windeseile inhaliert wurde sodass wir davon nicht einmal ein Foto machen konnten. Als wir dies unserer Kellnerin mitteilten brachte sie sofort noch eine Schüssel mit Speck – wir finden diesen Service absolut TOP!

 

Bewertung Said the butcher to the cow

  • Erreichbarkeit - 7/10
    7/10
  • Ambiente - 6/10
    6/10
  • Angebotsvielfalt - 6/10
    6/10
  • Freundlichkeit - 10/10
    10/10
  • Schnelligkeit - 9/10
    9/10
  • Kompetenz - 9/10
    9/10
  • Menge - 5/10
    5/10
  • Zubereitung - 10/10
    10/10
  • Geschmack - 8/10
    8/10
  • Preisleistung - 7/10
    7/10
  • Sexiness - 6/10
    6/10
  • Hundefreundlichkeit - 10/10
    10/10

Fazit

Mittlerweile zählt das "said the butcher to the cow" bestimmt zu einer der besseren Adressen in Wien wenn es um den Konsum von gehobenen Burgergerichten geht - wenngleich immer noch Platz für eine Vor- oder Nachspeise im Bauch bleibt. Durch die enorme Auswahl an Gin lässt sich auch gut ein Abend mit weniger spaßigen Tischgenossen od. z.B. der Schwiegermutter über die Runden bringen.

Ach ja - und Hunde zahlen nicht, das Butcher ist ja nicht die ÖBB (wurde uns gesagt)!

Ps.: Was der Metzger zur Kuh nun wirklich sagt findet ihr in den Bildern weiter unten ;)

7.8/10
User Rating 4 (1 vote)
Sending

Restaurant Eckdaten

Adresse:
Opernring 11, 1010 Wien

Öffnungszeiten:
Dienstag & Mittwoch 17:00 – 01:00
Donnerstag bis Samstag  17:00 – 02:00

Telefon:
+43 1 5356969

E-Mail:
office@butcher-cow.at
Web:
www.butcher-cow.at
Facebook:
https://www.facebook.com/saidthebutchertothecow

Ein Kommentar hinzufügen

Klick hier, um ein Kommentar zu posten

mEAT Festival by MMFB

Über diesen Blog

Der Food Blog von Männern für Männer (und coole Frauen)! Bei uns findet ihr die BESTEN Restaurants in WIEN – wir sind natürlich offen für Tipps, welche Lokale wir testen sollen!
Blogheim.at Logo

Keinen Blogpost verpassen

Jetzt zum Manly Men Foodblog Newsletter anmelden

Adsense

Wer uns hier nicht folgt ist Veganer