Burger

Rinderwahn – Muuuhahahahahaha!

Warum können Männer keinen Rinderwahn bekommen? Weil alle Männer Schweine sind. Schmäh ole, Robert und Gabriele Huth haben also ein neues Restaurant eröffnet. Mit einem ziemlich makaberen Namen. Dürfen die das? Ja, dürfen sie. Und wir finden das so lustig, dass wir gleich am Tag nach der Eröffnung vorbei geschaut haben.

Wir warten zugegebenermaßen schon länger darauf, dem Rinderwahn endlich einen Besuch abzustatten. Denn auf Facebook sind wir bereits in der Bauphase auf das herrlich politisch unkorrekte Restaurant aufmerksam geworden und sind schlussendlich im Quartett zusammen mit unseren besseren Hälften angetanzt.

Rinderwahn - Burgertainment am Eingang
Rinderwahn – Burgertainment am Eingang

Was sich bereits am Eingang abzeichnet, setzt sich im Inneren konsequent fort. Freche Sprüche (von denen wir uns ein paar für zukünftige Postings merken werden). Auch wenn die Anleihen an Restaurants wie dem Kitch oder dem Said the butcher to the cow unübersehbar sind, kommt zu keinem Zeitpunkt der Eindruck einer „billigen Kopie“ auf. Im Gegenteil. Spätestens bei einem Blick auf die Speisekarte wird klar, wie durchdacht das Konzept im Rinderwahn ist. Denn sobald ihr euch daraufhin wegen unkontrollierbaren Lachens ausgelöster Inkontinenz in quasi letzter Sekunde in den Bullenstall flüchtet (Damen biegen bitte in den Hühnerstall ab), zerbrecht ihr am vermeintlich stillen Örtchen endgültig an Max Raabes – Rinderwahn (klick here).

Ich will ein Rind von dir!

Irgendwie seltsam, wenn man(n) gegenüber dem Kellner ganz unverblümt zugibt, dass man gerne „die scharfe Resi“ vernaschen würde. Insbesondere wenn deine Frau direkt neben dir sitzt und anstatt dir ihren Ellbogen in den Solarplexus zu rammen selbst schelmisch grinst. Klar, dass sich der einzig andere Mann am Tisch dem Gipfel des Wahnsinns (der schlicht „der Rinderwahn“ heißt) hingibt, während sich „bessere Hälfte Nummer 1“ für diesen Beitrag den Blauen Toni vornimmt und „die italienische bessere Hälfte Nummer 1 vom Manly Man Kollegen“ einen Tanz mit „Bella Luisa“ wagt. Ganz ohne Extras geht es diesmal aber nicht, so hat sie sich zusätzlich Zwiebeln für ihre Variante gewünscht. Aber auch der Rest der Anwesenden gibt sich nicht mit dem Standard zufrieden. So werden die im Burger (und Preis) inkludierten Pommes gegen die Sweet Potatoe Variante getauscht.

Rinderwahn - Passende Deko
Rinderwahn – Passende Deko

Scharfe Resi

„Huth“ ab, man merkt dem Restaurant seine Professionalität sofort an. Erlebten wir woanders bei Eröffnung ein heilloses Chaos und damit einhergehende Wartezeiten, so leistet sich das Rinderwahn hier keine Schwäche. Nach einer akzeptablen Wartezeit kamen alle 4 Burgervarianten in einem Schwung zu uns, in der Zwischenzeit sah immer wieder mal jemand vom Service nach dem Rechten und so fühlten wir uns zu keinem Zeitpunkt ignoriert.

Wer mit der scharfen Resi rummachen will, bekommt ein 250g Patty mit Fleisch vom österreichischen Wiesbauer in einem speziellen Mischverhältnis aus 50% Beiried, 20% Nacken, 20% Brust und 10% Fett. Woher wir das wissen? Weil wir damit vom freundlichen Personal am Eingang ins Lokal gelockt wurden, als wir gerade Selfies mit dem Türsteher machten.

Doch zurück zum Burger. Auch beim Bun setzt das Restaurant auf Bewährtes und serviert jeden Burger in einem süßlichen Brioche-Bun, so wie wir es mögen. Ansonsten geht man hier trotz ausgefallenem Namen keine Risiken ein und so bekommt man die scharfe Variante mit einer gebackenen Zwiebel, grünem Chili, Cheddar, Essiggurken, Mayo, Salat und Tomate.

Rinderwahn - Scharfe Resi
Rinderwahn – Scharfe Resi
Rinderwahn - perfektes medium
Rinderwahn – perfektes medium

Ihr könnt es am Bild schon erkennen, im Rinderwahn bekommt ihr ungefragt wunderschönstes medium, zusammen mit der leicht süßlichen Note im Bun und dem nicht zuviel an Mayo sammelt der Burger hier wertvolle Punkte. Auch die anderen Zutaten sind wohl dosiert und so bleibt uns als Kritikpunkt nur anzumerken, dass der Burger bei den Toppings ruhig ein wenig mutiger agieren könnte, immerhin haben wir hier eindeutig eine Gourmet-Variante und keinen Bulldozer vor uns.

Blauer Toni

Wenn wir von mutig sprechen, drängt sich der blaue Toni ins Rampenlicht. Wie die Resi bekommt ihr hier ein 250g Patty im Brioche-Bun, zusammen mit Salat, Tomaten, Blaukäse und einer Birnenhälfte serviert. In der Zubereitung besticht er genauso wie die scharfe Resi mit einem perfekt medium gebratenen Patty und einer guten Dosierung der Kernzutaten. Wir sind zwar nicht unbedingt Fans von Blaukäse, müssen aber zugeben, dass dieser geschmacklich wunderbar mit der Birne harmoniert und zu keinem Zeitpunkt den Eigengeschmack des Patties überstrahlt. Nicht unser Favorit, bekommt aber ebenfalls die Note „Sehr gut“!

Rinderwahn - Blauer Toni
Rinderwahn – Blauer Toni

Bella Luisa

Oh Luisa, bella Luisa… (den Text bitte mit italienischem Akzent vorstellen). Was bist du für eine Schönheit, Bella Luisa. Schöne Bella, dieses herrliche Bun und wieder ein anständiges 250g Patty, mmmhm getoppt mit Tomate, Gurken, Mozzarella, Speck und Rucola statt herkömmlichen  Salat (Rucola war wohl grad aus). Für unsere original italienische bessere Hälfte veredelt mit Zwiebel. Irgendwelche Zwiebel? Nein. Wir sind uns heute nicht mehr ganz sicher, ob eine eingelegte Variante oder eine Tropea-Zwiebel den Weg in den Burger gefunden hat, jedenfalls war das eine so gute Entscheidung, dass Luisa den Geschmackssiege zusammen mit Resi für sich verbucht. Wir können uns gar nicht genug darüber freuen, ein wieder perfekt medium gebratenes Patty trifft eine wohl dosierte Menge an Mozzarella und Rucola Salat (haha). Lediglich beim Speck könnte man mit ein wenig mehr experimentieren. In Anwesenheit unserer Extra Zutat können wir uns aber nicht wirklich darüber beklagen.

Bei der Gelegenheit können wir auch ein paar Worte zu den inkludierten Standard Pommes verlieren. Die machen dem Namen des Restaurants alle Ehre, denn sie sind wahnsinnig. Wahnsinnig selbstgemacht und wahnsinnig gut. In der Menge könnten es ruhig ein bisschen mehr sein, aber im Gesamtpaket wird man dank der Größe des Burgers aller Wahrscheinlichkeit nach schön satt.

Rinderwahn - Bella Luisa
Rinderwahn – Bella Luisa

Der Gipfel des Wahnsinns

Heute haben wir es aber wirklich leicht mit den Headlines. Und so wollen wir uns aufmachen und auf den Gipfel steigen, der Endstation der Fleischeslust, dem Gipfel des Wahnsinns. Hier treffen zwei 150g Patties im bewährten Bun auf Salat, Tomaten und Käse nach Wahl (was der Bauer mag, isst er, also Cheddar). Zweifelsohne könnt ihr auch hier das Monstrum mit allerlei Extrawünschen soweit pimpen, bis es den Ansprüchen eurer Burger-Hall of fame genügt. Man(n) muss es mittlerweile nicht mehr erwähnen, wir tun es trotzdem: Medium. Damit dürfte in 4 von 4 Fällen bewiesen sein, dass die korrekte Garstufe im Rinderwahn kein Zufall ist.

Wer nun hier seine Zähne in die vorliegende Burger Variante schlägt, der wird sich nicht wundern, wenn geschmacklich vor allem das Fleisch dominiert. Der Rest verkommt zum Nebendarsteller. Für Puristen damit eigentlich das Non-Plus-Ultra. Da wir mittlerweile doch nach etwas Abwechslung spechteln, kann der Gipfel des Wahnsinns in der Standard-Variante zwar nicht den Geschmackssieg einfahren, landet zusammen mit ein paar Extrawünschen auf der ToDo-Liste unseres nächsten Besuchs.

Abschließend wollen wir uns noch mit einem alten Bekannten auseinander setzen, den wir schon viel zu lange nicht mehr auf unserem Teller gefunden haben. ENDLICH MAL WIEDER bietet ein Burger Restaurant die süße Alternative zu den klassischen Pommes. Da trifft es sich umso besser, als dass die Sweet Potatoe Fries im Rinderwahn ausgezeichnet zubereitet werden und mit der servierten Mayo verdammt gut schmecken. Mehr davon bitte. Auf der Rechnung fanden sich übrigens auch Onion Rings. Die waren aber ebenfalls so lecker, dass sie schon von den ungeduldigen Kollegen verputzt waren, bevor der arme Fotograf Fotos davon machen konnte.

Rinderwahn - Der Gipfel des Wahnsinns
Rinderwahn – Der Gipfel des Wahnsinns

Bewertung Rinderwahn

  • Erreichbarkeit - 8/10
    8/10
  • Ambiente - 9/10
    9/10
  • Angebotsvielfalt - 7/10
    7/10
  • Freundlichkeit - 8/10
    8/10
  • Schnelligkeit - 8/10
    8/10
  • Kompetenz - 9/10
    9/10
  • Menge - 9/10
    9/10
  • Zubereitung - 10/10
    10/10
  • Geschmack - 10/10
    10/10
  • Preisleistung - 10/10
    10/10
  • Sexiness - 8/10
    8/10
  • Hundefreundlichkeit - 6/10
    6/10

Fazit

Makaberes Restaurant-Thema kombiniert mit frechen Sprüchen. Wer sich soweit aus dem Fenster lehnt, sollte besser gute Ergebnisse abliefern. Und hier leistet sich das Rinderwahn keine Schwäche. Ums Eck beim Stephansplatz wirklich sehr zentral gelegen bekommt ihr hier die Gelegenheit, Burger der Gourmetklasse zum Preis der Mittelklasse zu verkosten. Dazu können wir das Ambiente und den Wortwitz gar nicht genug loben, denn der passt zu uns wie die Faust aufs Auge und verdient sich damit einige Punkte auf der Sexiness Skala. Trotz der wahnsinnlichen Gags, kann die Speisekarte aber nicht über die überschaubare Auswahl hinwegtäuschen, denn abgesehen von der Steakhouse-Burger Variante haben wir alle Manly Men relevanten Burger verkostet. Und wir haben es bei den Eindrücken zur scharfen Resi bereits erwähnt: ein bisschen mehr Wahnsinn könnten die Toppings schon vertragen. Wechselnde Specials könnten diese Lücke allerdings sehr gut füllen. Nichts desto trotz bekommt ihr hier sehr gute Burger zu einem wirklich guten Preis, insofern darf sich das Rinderwahn vom Fleck weg mit den Besten messen. In diesem Sinne:
Danke Resi.
Danke Luisa.
Danke Toni.
Danke Robert!
Danke Gabriele!

8.5/10
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Gewinnspiel

Bis zum 24.08.2016 könnt ihr noch an unserem Gewinnspiel (es gibt Burgergutscheine im Wert von €350 für das Rinderwahn) teilnehmen. Nähere Infos gibt es hier (klick).

Restaurant Eckdaten

Adresse: Weihburggasse 3, 1010 Wien

Öffnungszeiten:
Montag – Samstag: 11:30 – 00:00

Kontakt:
Tel: 01/5120996
Web: www.rinderwahn.at
Facebook: www.facebook.com/RinderwahnWien

1 Kommentar

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  • Tolles Lokal mit Namensgebung & Sprüchen nach meinem Humor. Bis dato 3 mal dort gewesen und jedesmal verdammt lecker. Da gibt’s nix zum meckern, jeder Burger seeehr gut, die Zwiebelringe ein Traum. Einzig die
    Garstufen sind abhängig von ????. Medium ist einmal wirklich medium, das andere Mal well done. Das war aber auch das Einzige was uns einen Hauch gestört hat.

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Der Food Blog von Männern für Männer (und coole Frauen)! Bei uns findet ihr die BESTEN Restaurants in WIEN – wir sind natürlich offen für Tipps, welche Lokale wir testen sollen!
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