Burger

Rinderwahn am Naschmarkt – Banane, Oreo Cookie… und Bacon?

Es war schon wieder viel zu lange ruhig in der Burgerszene. Da kommt es uns ganz gelegen, dass Robert Huth einen Ableger am Naschmarkt eröffnet, der sich ganz dem Burgerwahnsinn verschreibt. Und nachdem sich der Rauch um die offizielle Eröffnung gelegt hat, haben wir das schöne Wetter genutzt und im regulären Betrieb zu einem Test vorbei geschaut.

Wer glaubt, dass er sich den Besuch sparen kann, wenn er das Rinderwahn in der Weihburggasse kennt, der irrt sich. Gleich geblieben ist der makabere Humor,  mit dem sich das Rinderwahn positioniert. Alles andere wurde den Umständen entsprechend angepasst.

Angepasster Wahnsinn

Beginnen wir mit dem Ambiente. Robert Huth kann vieles (z.b. Restaurants führen), aber nicht zaubern. Wie alle anderen auch, hat er also seine Naschmarkt Wahnsinn in einem kleinen Stand untergebracht, der gefühlt zu 2/3 Küche und 1/3 Theke besteht. Auf Grund des Platzproblems ist das Rinderwahn am Naschmarkt daher als Take Away konzeptioniert, bei dem man(n) witterungsgeschützt seine Bestellung aufgeben kann, um sie dann entweder im Weitergehen zu verspeisen, oder man sichert sich bei Schönwetter einen der wenigen Plätze im Freien.

Auch das Angebot hat sich verändert. Mit großem Bedauern aber auch Verständnis mussten wir feststellen, dass unsere geliebten Sweet Potatoe Fries nicht im Programm sind. Dafür gibt es wenigstens eine Reihe von Toppings, die man zur Standardvariante bestellen kann: Onion Cheese, Käse Jalapenos, Bacon oder einfach alles zusammen.

Rinderwahn am Naschmarkt - Speisekarte
Rinderwahn am Naschmarkt – Speisekarte

Auch bei den Burgern hat man dem Take Away Konzept gewissermaßen Rechnung getragen. Die 230g Patties sind zugegeben nun nicht wirklich handlich, daher gibt es in der Standardausführung die bewährten Rezepturen mit einem 130g Patty, das hungrige Manly Men bei Bedarf mit einem Double oder Tripple wieder in die gewohnte Cholesterienbombe verwandeln können.

Oder ihr bittet um einen extra Teller, so wie wir, damit Charlotte auch etwas davon hat.

Rinderwahn am Naschmarkt – Nomnomnom

Bacon Charlie, an Blauen Toni: Scharfe Resi, bitte kommen!

So ein bisschen liest sich die Speisekarte ja auch wie ein Militärcode. Passend dazu fällt uns ein adaptiertes Zitat von Stanley Kubrick im Klassiker „Full Metal Jacket“ ein:

In Vienna, the burgers don’t suck. They blow!

Und er kann damit eigentlich nur das Rinderwahn gemeint haben, denn in der Rezeptur beweist die Küche weiterhin, dass es keine Edelzutaten für einen soliden Burger benötigt.

Rinderwahn am Naschmarkt – Burgerhimmel

Geschmacklich lassen die drei Burger Bacon Charlie (Single), Blauer toni (Double) und Scharfe Resi (wie könnte es anders sein Tripple) kaum Wünsche offen. Lediglich beim Patty führt die Kombination des 130g Pattys dazu, dass der Garzustand konstant Welldone beträgt. Auf der einen Seite müssen wir dafür leider einen Punkt in der Wertung abziehen, auf der anderen Seite spiegelt sich dieser Umstand (und die Burgergrößen nebst dem Selfservice) fairerweise auch im Preis nieder.

Rinderwahn am Naschmarkt – Eine kleine Vorspeise
Rinderwahn am Naschmarkt – Takeaway

Pommes all in bittesehr 

Auch bei den Pommes können wir ob dieser Zubereitung nachsehen, dass die süße Variante nicht verfügbar ist. Preislich spielt sich bei den Standardpommes alles im fairen Rahmen ab. In der Kombo um 3,90 EUR bekommt ihr zusätzlich ein Getränk mit unlimited Free-Refill! Die Allin Variante (alles drauf und nicht zu knapp) ist übrigens der absolute Burner und können wir jedem empfehlen!

Rinderwahn am Naschmarkt – Pommes

Crazy Shakes

Als krönenden Abschluss bietet das Rinderwahn am Naschmarkt im Gegensatz zum Hauptquartier außerdem wie es sich für einen Fastfood Burger gehört die Möglichkeit eines Milchshakes. Wahlweise mit oder ohne Schlag könnt ihr beliebig aus einem Set an Geschmacksrichtungen, die von Standard (Vanille) bis total übergeschnappt (Bacon) reichen, eure persönliche Kombination kreieren.

Rinderwahn am Naschmarkt – Banane, Oreo und warum nicht… Bacon!

Auf die Frage, ob Bacon ein Scherz ist, wird uns mit todernster Miene die folgende, im nachhinein logische und schlüssige Antwort geliefert: Nein. Ja dann warum auch nicht, haben wir uns (übrigens angeblich als Erste überhaupt seit der Eröffnung) für eine Bacon Variante entschieden. Einmal Bacon, Banane, Oreo Cookie und Bacon, Erdnuss, Caramell. Fairerweise muss man zu dem Foto sagen, dass wir für das Foto nach etwas extra Bacon gefragt haben. Streng genommen handelt es sich bei unserem Versuch daher um einen Bacon Bacon Shake.

Wer glaubt, dass wir jetzt total übergeschnappt sind, der irrt sich. Nicht erst seit unserer Nutella Challenge wissen wir, dass sich Bacon hervorragend mit Süßem kombinieren lässt. Beim Rinderwahn am Naschmarkt äußert sich das in einer klassisch süßen Geschmacksexplosion am Anfang, wenn ihr durch den dicken Strohhalm den dickflüssigen Shake saugt. Sind dann ein paar der gebratenen Bacon Würfel dabei, führt das im Nachgang dazu, dass ihr ein wenig zu kauen habt, wodurch sich der unvergleichliche Bacon Nachgeschmack einstellt. Damit entsteht ein konstanter Wechsel aus süß und herzhaft, aber nie gleichzeitig oder überlappend. Fast so wie wenn ihr abwechselnd in die Gummibärchen und Chipsschüssel greift. Nur besser.

Bacon Challenge

Die Tatsache, dass wir bisher die einzigen waren, die sich an einem Bacon Shake versucht haben, können wir nicht so einfach hinnehmen. Wir haben daher bei der Geschäftsführung interveniert und können euch folgendes Angebot machen!

Wenn ihr im Zeitraum 23.04.2018 bis inklusive 01.05.2018 zu eurer Bestellung einen Shake mit Bacon bestellt und das Codewort „Manly Men Food Blog“ oder „MMFB“ nennt, dann bekommt ihr 20% Rabatt. Zusätzlich bekommen die ersten 10 Personen die einen bestellen, eine Rinderwahn Kappe geschenkt! 

Bewertung Rinderwahn am Naschmarkt

  • Erreichbarkeit - 8/10
    8/10
  • Ambiente - 7/10
    7/10
  • Angebotsvielfalt - 7/10
    7/10
  • Freundlichkeit - 9/10
    9/10
  • Schnelligkeit - 10/10
    10/10
  • Kompetenz - 8/10
    8/10
  • Menge - 9/10
    9/10
  • Zubereitung - 8/10
    8/10
  • Geschmack - 7/10
    7/10
  • Preisleistung - 8/10
    8/10
  • Sexiness - 8/10
    8/10
  • Hundefreundlichkeit - 7/10
    7/10

Kurzfassung

Mit dem Rinderwahn am Naschmarkt hat die Familie Huth es unserer Meinung nach erfolgreich geschafft, ihr rotzfreches Burgerkonzept vom Innenstadt Themen-Restaurant in ein American Take Away Konzept zu transformieren, wie man es von Shake Shack oder In & Out kennt. Burger für unterwegs, erstklassig zubereitet und ohne großem Schnickschnack. Kombiniert mit einem Shake wird man sich im Sommer garantiert ins Orange County versetzt fühlen. Einziger Wermutstropfen ist die fehlende Option von Sweet Potatoe Fries und der Garzustand der Patties, die aber zur Ehrenrettung immer noch schön saftig und nicht zu trocken daherkommen. Die Shakes sind jedenfalls eine sehr nette Ergänzung am Wasabinuss- und Falaffel dominierten Naschmarkt und wir können sie zusammen mit den Allin Pommes wirklich jedem ans Herz legen.

8.0/10
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Restaurant Eckdaten

Direkt am oberen Ende des Naschmarkts, gegenüber vom Novomatik Forum.

Keine Reservierung möglich.

Facebook: www.facebook.com/rinderwahnwien
Instagram: www.instagram.com/rinderwahnnaschmarkt

Beitrag über „originales“ Rinderwahn: www.mmfb.at/rinderwahn

3 Kommentare

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