Allgemein Pizza / Pasta

Regina Margherita – witzige Headline hier einfügen

Regina Margherita
Was tun, wenn die original italienische Freundin lieber mit irgendwelchen neoliberalen alternativen mit Rastalocken auf Jamaika macht? Trotzdem Pizza essen gehen. Und wohin? In aktuellen Fall in die Pizzeria Regina Margherita im 1sten Wiener Bezirk.

Ja wo ist sie denn?

Es fängt gut an, wenn man aus dem Auto aussteigt und es im gleichen Moment zu schütten anfängt. Normalerweise kein Problem – wird doch direkt vorm Lokal geparkt. Zufahren zum Lokal ist diesmal aber leider nicht möglich (Fussgängerzone und so). Also macht man(n) sich auf die Suche nach dem Lokal – gelegen im Innenhof des Palais Esterhazy gar nicht so leicht zu finden, wenn man nicht weiß, wo man suchen muss. Im wahrsten Sinne des Wortes schon ein wenig angepisst fanden wir das Lokal schlussendlich aber und wurden äußerst freundlich (wie sich in weiterer Folge herausstellen sollte) vom Chef persönlich begrüßt.

Bei Live Musik (gar nicht nervig) und schummrigem Licht (gut für 1ste Dates) wurde uns ein Tisch zugewiesen – war auch der einzig freie, reservieren zahlt sich also aus. Die üppige Karte zu studieren benötigt hier etwas mehr Zeit, die Auswahl durchaus anständig. Vor allem die „La Mimosa“ (Bio Pizza mit Vollkornteig) lies uns schmunzeln. Der Name ist Programm. Vorab entschieden wir uns für Foccacie in den Ausführungen Chili und Rosmarin sowie für Bruschetta al pomodoro. Den Hauptgang bildeten eine Diavola (echt jetzt!), eine Calabrese, eine Barbaro sowie für die einzig anwesende Dame eine Bio Regina Margherita (also mit Vollkornteig). Ein bisschen Mimimi ist ja immer dabei.

Geburtstagsessen?

Schon bevor unsere Vorspeisen ankamen (und das war durchaus flott) wurde von der fähigen Sängerin (optisch wie akustisch) mehrmals Happy Birthday angestimmt. Immer mit Sprühkerzen für den Showeffekt und so. Dieses Schauspiel verkürzt die Wartezeit nochmal.

Foccacia mit Rosmarin - Regina Margherita
Foccacia mit Rosmarin – Regina Margherita
Foccacia mit Chili - Regina Margherita
Foccacia mit Chili – Regina Margherita

Als Info vorab: Gehört eure bessere Hälfte zur Gattung „nein ich mag keine Vorspeise so viel Hunger hab ich nicht“, futtert euch dann trotzdem als „kosten“ getarnt eure Bestellung weg und verträgt kein scharfes Essen? Dann ist das Foccacia mit Chili das Gericht eurer Wahl. Wohlschmeckender Teig, garniert mit Chilis und Chiliöl anbei. Und hier gibts nicht als Chili getarnte Paprika die jede Mimose verträgt – hier wird richtig guter Stoff serviert. Thumbs up an dieser Stelle. Will man(n) nett sein, wird die Rosmarinvariante geordert. Gleicher leckerer Teig, aber breitentauglicherer Schärfegrad (nämlich 0). Und für den Preis von € 3,70 auch ein fairer Preis, gemessen an der Innenstadtlage des Lokals.

Bruschetta al pomodoro - Regina Margherita
Bruschetta al pomodoro – Regina Margherita

Zum ablöschen von gegebenenfalls verbrannten Mäulchen dient die Bruschetta. Frische Tomaten, gebettet auf Weißbrot garniert mit Olivenöl und lediglich einem Hauch Knoblauch. War durchaus OK, lässt uns aber auch nicht in Lobhudelei ausbrechen. Ein bisschen mehr Knoblauch ginge schon, ein wenig besseres Olivenöl wohl auch.

Und die Hauptdarsteller?

La Calabrese - Regina Margherita
La Calabrese – Regina Margherita
La Calabrese - Regina Margherita
La Calabrese – Regina Margherita

Beginnen wir mit der Calabrese. In diesem Test der eigentliche Hauptdarsteller, aufgrund der Zutaten (pikante Salami sowie Tropea Zwiebel) unsere Meinung nach eher eine Diavola als die von der Regina Margherita so bezeichnete (warum erklären wir weiter unten). Am Beginn herrscht ein wenig Verwirrung – das kann doch nicht die Pizza sein die uns Facebook mit der Werbung auf die Pinnwand geklatscht hat. Eigentlich hatten wir uns eine Pizza im Napoli Style (also dick und fluffig) erwartet – in der Realität sieht das ganze eher nach einem Kompromiss aus Fluffig und Knusprig aus. Die Zutaten waren Top – die Tropea Zwiebeln überzeugen mit typisch süsslichem Geschmack und harmonieren sehr gut mit der pikanten Salami. Und der Teig? War – wie schon die Bruschetta – Ok aber keine Offenbarung. Bei Pizza macht man(n) keine Kompromise.

Diavola - Regina Margherita
Diavola – Regina Margherita
Diavola - Regina Margherita
Diavola – Regina Margherita

Die Diavola war dann für unseren Geschmack ein wenig zu dick belegt – auf die nicht ganz so männliche Größe der Pizza werden Tomaten, Mozzarella, pikante Salami, Oliven, Paprika sowie Zwiebel (diesmal nicht aus Tropea) geschichtet. Auch hier sind die Zutaten frisch und von sehr guter Qualität, die Kombination mutet aber nicht ganz so fein abgeschmeckt an, wie zuvor bei der Calabrese.

Barbaro - Regina Margherita
Barbaro – Regina Margherita
Barbaro - Regina Margherita
Barbaro – Regina Margherita

In Sachen Belag macht es die Barbaro dann wieder besser, Parmaschinken, Büffelmozzarella, Grana Padano sowie Basilikum sind widerum von Top Qualität und lassen die Pizza nicht ganz so überladen wirken. Bezüglich des Teiges verhält es sich ebenso wie bei den anderen beiden Varianten – haben wir durchaus schon besser gegessen, schlecht ist sie aber darum noch lange nicht.

Wir hören nur Bio Mimimi…

… da war doch noch die Bio Pizza mit Vollkornteig. An dieser Stelle herzlichen Dank an das Team der Regina Margherita, dafür dass auch die Damen nun mit vermeintlich gutem Gewissen Pizza schmausen können. Ist ja Bio und Vollkorn. Mimimi.

Bio Regina Margherita - Regina Margherita
Bio Regina Margherita – Regina Margherita
Bio Regina Margherita - Regina Margherita
Bio Regina Margherita – Regina Margherita

Für €13,60 gibts eben die „gesunde“ Variante mit Büffelmozzarella, Parmaschinken, Cherry Tomaten, Grana Padano und Rucola für die Farbe.  Um ehrlich zu sein – der Teig schmeckt gar nicht mal so schlecht, ist hier eindeutig der knusprig Kategorie zuzuordnen und durchaus eine Alternative für gesundheitsbewusste Öko Fuzzis. Und der Dame im Mimimi Shirt an unserem Tisch. Ach ja – das auch hier die Zutaten schwer in Ordnung waren versteht sich von selbst – oder?

Bewertung Regina Margherita

  • Erreichbarkeit - 6/10
    6/10
  • Ambiente - 7/10
    7/10
  • Angebotsvielfalt - 9/10
    9/10
  • Freundlichkeit - 10/10
    10/10
  • Schnelligkeit - 9/10
    9/10
  • Kompetenz - 9/10
    9/10
  • Menge - 6/10
    6/10
  • Zubereitung - 7/10
    7/10
  • Geschmack - 7/10
    7/10
  • Preisleistung - 7/10
    7/10
  • Sexiness - 5/10
    5/10
  • Hundefreundlichkeit - 7/10
    7/10

Fazit

Ihr wollt eurer besseren Hälfte ein schönes Geburtstagsdinner schenken und nicht selbst singen? Ab zur Regina Margherita. Ihr wollt absolut hochklassiges, freundliches Service? Ab zur Regina Margherita. Ihr wollt die beste Pizza der Stadt? Ab zur... Naja. Es gibt reichhaltige Auswahl an Italienischen Köstlichkeiten abseits von Pizzen. Diese haben die Optikwertung durchaus bestanden und sahen sehr ansprechend aus, wurden aber nicht getestet. Aber zurück zum eigentlichen Thema. Die Regina Margherita bietet geschmacklich ordentliche Pizzen, mit authentisch Italienischen Zutaten und vermutlich hoher Qualität. Kritisch zu bemerken ist aber, dass die Pizzen um den Preis schon etwas größer sein könnten. Und die Diavolo speziell könnte ein bisschen mehr Schärfe vertragen - die Zwiebel, Oliven und der Paprika passen hier nicht wirklich ins Konzept. Auch bei den Nachspeisen dominieren die üblichen Verdächtigen. Unser Tipp. Ein bisschen mehr was mit Pizza. Und Nutella. Ansonsten präsentiert sich die Regina Margherita in schönem Ambiente, dass besonders im Frühling/Sommer, wenn man wieder draußen sitzen kann, sicher einen besonderen Flair versprüht und empfiehlt sich mit einer soliden geschmacklichen Leistung für den einen oder anderen Besuch.

7.4/10
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Restaurant Eckdaten

Adresse:
Wallnerstraße 4 / Palais Esterhazy, 1010 Wien

Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag 11:30 bis 23:30

Telefon: 01 / 533 08 12
E-Mail: regina@barbaro.at
Website: www.barbaro.at
Facebook: www.facebook.com/reginamargherita

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