Steak

La Huella Steakhouse – Mama Argentina

Die Suche nach neuen Lokalen gestaltet sich mit zunehmender Erfahrung und verwöhntem Gaumen als zunehmend schwerer. Nachdem wir mit dem Beef & Glory gerade einen neuen Benchmark für Wien gefunden geglaubt zu haben, da bekommen wir einen scheinbaren Geheimtipp: das La Huella Steakhouse. Gerade im Hinblick auf das wachsende Bäuchlein im Sperrfeuer von Weihnachtsfeiern und Punschexpeditionen ist es eigentlich verrückt, noch einen regulären Test unterzubringen. Aber Essen und Beischlaf sind laut Website die beiden großen Begierden eines Mannes. Also schauen wir einmal, was uns erwartet.

Wie schon Eingangs erwähnt ist es eigentlich ein vorweihnachtliches Wunder, dass wir überhaupt Zeit für einen Test gefunden haben. Insofern sind wir in kleiner Runde zu dritt angereist, was sich zufällig als Segen erweist, denn das Lokal ist mit seinen sechs Tischen eher klein und erinnert uns überhaupt ziemlich an das Jolly Ox (wo man ebenso in den Keller „runter“ ins Lokal eintritt). Die Chefin selbst steht in der offenen Küche „wie es sich gehört“ (tschak da kam schon von der besseren Hälfte der Schlag auf den Hinterkopf, der bekanntlich die Intelligenz fördert). Nettes Detail am Rande: bei unserem Besuch feierte die Tochter im hinteren Zimmer ihren 16ten Geburtstag, was – ob gewollt oder nicht sei dahingestellt-  jedenfalls sehr zu einem familiären Ambiente beiträgt.

Als Vorspeise haben wir uns passender Weise für 1x Degustación de tres pequeñas empanadas, und 1x Choripan entschieden, im Hauptgang werden versuchen uns ein Lomo Argentino (200g) und 2x Bife de Entrecot (in der 400g Variante) zu sättigen.

Empanadas

Degustación de tres pequeñas empanadas – La Huella

Bei den Empanadas handelt es sich um eindeutig hausgemachte Exemplare mit unterschiedlichen Füllungen. Einmal gefüllt mit Rindfleisch, einmal mit Mais und einmal mit Käse hat uns die Rindervariante gefolgt von Mais und Käse am besten überzeugt. Das soll schon was heißen, denn normalerweise sind wir bei käsigen Gerichten meistens hin und weg und dennoch haben uns die anderen Varianten noch mehr überzeugt. Im Preis von 6 EUR nicht gerade günstig, aber in unseren Augen (vor allem durch das „alles homemade“ Attribut)  angemessen.

Choripan

Choripan – La Huella

In der Karte wurde dieses Gericht charmant als Brotwurst übersetzt. Als es uns dann serviert wurde, waren wir kurz etwas stutzig. Etwas, das „so“ aussieht, soll schmecken? In der Tat, es sieht zwar so aus, als hätte einem Kind die gestresste Mutter in der früh schnell ein Baguette zubereitet, aber in jedem Fall schmeckt man die Liebe in der Zubereitung. Eine würzig angebratene Wurst, garniert mit hausgemachtem Chimichurri in einem frischen Baguette. Klingt besser als es aussieht. Und schmeckt auch viel besser! Jetzt zum Kampfpreis von nur 4,30 EUR.

Filetsteak

Lomo argentino – La Huella

Beim Lomo Argentino handelt es sich um ein argentinisches Filetsteak. Laut Karte gibt es das nur mit maximal 200g, auf Nachfrage kann man aber auch auf bis zu 400g upgraden. Nach nicht zu langer Wartezeit bekamen wir unser Exemplar, der gewünschte Medium Garzustand perfekt getroffen, sehr zart und ausgezeichnet gewürzt. Dazu wieder das hausgemachte Chimichurri nach original argentinischem Rezept und um so viel besser als alle Varianten, die wir bisher hatten. Eigentlich schade, die Pommes dazu sind „nur“ Standard, aber nachdem alles andere klar hausgemacht wie bei Mutti schmeckt, wollen wir hier nicht zu sehr meckern.  Übrigens 33€ inkl. einer Beilage nach Wahl – fairer Preis eigentlich. 

Entrecot Steak

Bife de Entrecot – La Huella
Bife de Entrecot – La Huella

Die zwei 400g Entrecotes (alias Ribeye) stehen dem Filet um nichts nach und sind sehr saftig (durften ordentlich rasten) bzw. sehr zart in der Konsistenz. Auch hier kommen die Steaks vorgewürzt und die Chefin stellt klar, dass auch der Garpunkt Medium-Rare eine ihrer leichtesten Übungen ist. Mit 46 EUR nicht günstiger als das Filet, dafür gibt es aber auch mehr zu naschen und eine Beilage nach Wahl ist – wie es sich für ein gutes Steakhaus gehört – auch hier inkludiert.

Hortalizas Asadas( Papa – Batata – Zapallo) – La Huella

Übrigens als Beilage für die zwei Rib Eyes haben wir uns für ein“ Hortalizas Asadas : Papa – Batata – Zapallo“ entschieden. Schlicht übersetzt kann man von gebratene Knollen sprechen. Also Kartoffeln, Süßkartoffeln und Kürbis, dazu ein bisschen gebratenes Gemüse. Der Fitness Junkie in uns lacht fröhlich auf, die perfekte Beilage zu einem guten Steak, obendrein auch super lecker und verdient sich neuerlich das Prädikat: Wie bei Mutti

Glaubt man der Legende, gab es als Dessert eine hausgemachte argentinische Torte, wo eine Portion für 3 (nicht mehr ganz so hungrige) Tester gereicht hat. Aber wir testen ja keine Desserts.

Bewertung La Huella Steakhouse

  • Erreichbarkeit - 7/10
    7/10
  • Ambiente - 7/10
    7/10
  • Angebotsvielfalt - 7/10
    7/10
  • Freundlichkeit - 10/10
    10/10
  • Schnelligkeit - 7/10
    7/10
  • Kompetenz - 9/10
    9/10
  • Menge - 8/10
    8/10
  • Zubereitung - 10/10
    10/10
  • Geschmack - 9/10
    9/10
  • Preisleistung - 8/10
    8/10
  • Sexiness - 7/10
    7/10

Fazit

Man fühlt sich geborgen wie zu Hause bei Mama, nur dass die Steaks vermutlich nicht so gut zubereiten können wie Eva, die Chefin im La Huella Steakhouse. Familiäres Ambiente, kombiniert mit einfacher Ausstattung und Konzentration auf das Wesentliche (nämlich Steaks) tun ihr übriges, für uns ist das La Huella Steakhouse jedenfalls in der Tat ein Geheimtipp, der sich bestätigt hat.

8.1/10
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*Charlotte hatte frei

Restaurant Eckdaten

Adresse:
Bürgerspitalgasse 29, 1060 Wien

Öffnungszeiten (Wintersaison September – Juni):
Mittwoch bis Samstag 18:00 – 22:30 

Website: www.lahuella.at
Facebook: www.facebook.com/lahuellasteakhaus
Instagram: www.instagram.com/lahuella_steakhaus

Telefon: +43 650 991 9023

1 Kommentar

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  • Hallo Leute, danke für das Motto „wie bei Mutti“.
    Es stimmt, dass wir Kartoffelchips verbessern müssen, es ist eine anstehende Aufgabe !!
    Argentinien ist so, wie zu Hause!
    Vielen Dank für die Zeit, die Sie damit verbracht haben, eine Notiz über mich zu schreiben. Sie sind die ersten, die das tun.
    Wie ein bekannter argentinischer Rocksänger sagt: „Gracias Totales“

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