Burger

It’s all about the meat Baby – Irish Pub trifft Open Air Flair

Es ist bald wieder Zeit für einen Zwischenstand der besten Burger Locations in Wien. Aber nicht ohne vorher noch ein paar neuen Protagonisten einen Besuch abzustatten. Z.B. dem Irish Open Air Pub mit dem klingenden Namen "It's all about the Meat", dass sich diesen Sommer im Donaukanal an genau der Stelle eingenistet hat, an der uns im letzten Jahr das Slow Tacos seine gewöhnungsbedürftigen Variationen serviert hat.

Es ist Fußballzeit, da machen sich unsere besseren Hälften für gewöhnlich etwas rar. Und selbst jener Redakteur, der mit einem eingefleischten Italien-Fan gesegnet ist, hat zur Zeit nichts zu daheim zu lachen. Um so lauter lacht dafür der Andere, der sich in besagtem Showdown auf die Seite von Team Germany geschlagen hat. Und so sind an diesem wunderschönen Frühabend drei manly Men aufgebrochen, um dem Nachfolger des Slow Tacos einen Besuch abzustatten.

What’s up Babygirl?

Eigentlich versuchen wir immer vorab, einen Tisch zu reservieren. Beim „It’s all about the meat Baby“ gestaltet sich das gar nicht so einfach. Es gibt zwar eine Website (ohne Kontakt und Impressum) und auch auf der Facebook-Seite gibt es außer der klassischen Nachrichtenfunktion keine Kontaktmöglichkeit. Aber das hält uns nicht auf, zur Not hätten wir halt endlich mal dem Smokeys einen Besuch abgestattet. Hätten… denn obwohl das Open Air Lokal bis auf den letzten Tisch (der übrigens reserviert war) gefüllt ist, haben wir mit Hilfe der Kellnerin noch ein Plätzchen gefunden. Zwar direkt neben der Küche (mitsamt dem Dunst, den so eine Burgerbude in der Küche nun mal verbreitet), dafür mit herrlichem Ausblick auf den belebten Donaukanal. Da zahlt es sich fast aus, dass unsere besseren Hälften daheim geblieben sind, so kann man(n) an einem schönen Sommertag ungestört die Aussicht genießen.

It's all about the meat Baby

Apropos Kellnerin, auf die Frage „what can I get you?“ (im „It’s all about the meat Baby“ spricht man wie in vielen Irish Pubs englisch), zumindest einer der anwesenden Männer war versucht, mit „your number“ zu antworten. Wären wir jetzt ein chauvinistischer Blog, der die Attraktivität der Servicekräfte im Gesamtrating berücksichtigt, dann gäbe es Punkte auf einer Sexiness Skala. Jedenfalls war die Auswahl leicht zu treffen, das „It’s all about the meat Baby“ hat nur drei relevante Burger im Programm. Den „Cheeseburger“ (7,90 EUR), den „The egg mess and the twin onions“ (9,90 EUR) und den „Giorgio Moroder Burger“ (10,90 EUR). Ohne. Pommes.

Pommes kann man aber bei Bedarf separat dazu bestellen und es gibt sie (glücklicherweise?) in 3 Ausführungen, die wir alle für euch probiert haben: Klassisch (3,90 EUR!), als Chili-Cheese Variante (5,90 EUR!!) und als „Hangover“ Ausführung (7,90 EUR!!!).

Cheeseburger

Der Klassiker unter den Burgern des „It’s all about the meat Baby“. Extras wie Speck oder Jalapenos gibt es gegen einen dezenten Aufpreis von 1,50 EUR, auf die wir dieses Mal ausnahmsweise verzichtet haben. Im Kern besteht dieses Exemplar aus einem 170g Patty, Cheddar und hausgemachten Relish, verpackt in einem „Demi-Brioche“ Brötchen.

It's all about the meat Baby - Cheeseburger
It’s all about the meat Baby – Cheeseburger

Beim Bun wird sofort klar, dass hier nicht versucht wird, ein 0815 Burger-Erlebnis zu verkaufen. Mit seiner leicht süßlichen Note packt uns nur ob der Größe des Burgers die Wehmut. Auch beim Cheddar haben wir nichts zu meckern und das hausgemachte Relish fügt eine wunderbare Geschmacksnote hinzu, die den „Meat Baby“ Cheeseburger eigentlich von seinen Konkurrenten abheben könnte. Beim Patty lässt das Lokal aber leider Punkte liegen. Erstens weil well done und zweitens weil wir 2 Knorpel im Patty hatten. Das hinterlässt nicht den besten Eindruck hinsichtlich der Qualität des Fleisches. Nichts desto trotz konnte der Cheeseburger mit zwei von drei Stimmen den „Geschmackssieg“ für sich verbuchen.

It's all about the meat Baby - Cheeseburger
It’s all about the meat Baby – Cheeseburger

The Egg Mess And The Twin Onions

Wir würden gerne das selbe Kraut rauchen wie der Namensgeber dieses klingenden Burgers. Wie der Name schon verspricht, enthält diese Variante neben einem 170g Patty eingelegte und geröstete Zwiebel, Cheddar, wieder das herrliche Relish und dazu ein Spiegel-Ei, verpackt im selben „Demi-Brioche“ Bun.

It's all about the meat Baby - The Egg Mess And The Twin Onions
It’s all about the meat Baby – The Egg Mess And The Twin Onions

Geschmacklich handelt es sich ja im Prinzip um eine gepimpte Variante des Cheeseburgers, allerdings sind wir kein großer Fan von Ei in unserem Burger. Dennoch gibt es dafür von uns keinen Punkteabzug, objektiv betrachtet hat es dem Geschmackserlebnis genauso wie der Zwiebel nicht geschadet. Lediglich die Größe (ist bei allen Burgern ein Manko) und das Patty (wieder well done, dafür diesmal ohne Knorpel) lassen aus unserer Sicht Raum für Verbesserung.

It's all about the meat Baby - The "Giorgio Moroder" Burger
It’s all about the meat Baby – The „Giorgio Moroder“ Burger

The „Giorgio Moroder“ Burger

Echt jetzt, was für ein Kraut ist das. Wir wollen auch was davon. So unspektakulär bisher die Zutaten, so ausgefallen sind jedenfalls die Burgernamen. Wie der Burger zu seinem Namen kam, wissen wir nicht, die Zusammensetzung fällt im Feld der Bewerber um den Best Burger im Town jedoch unter die Kategorie „Exot“. „Demi-Brioche“ Bun und 170g Patty treffen hier auf Mozzarella, Parmesan, Marinara Sauce, Tomate, Basilikum und Ruccola, getoppt mit einer Scheibe Salami.

It's all about the meat Baby - The "Giorgio Moroder" Burger
It’s all about the meat Baby – The „Giorgio Moroder“ Burger

Geschmacklich konnte dieser Burger dann beim „Gourmet“, der drei Anwesenden den Geschmackssieg für sich verbuchen. Zum einen weil neben dem guten Bun das Patty diesmal nicht nur ohne Knorpel sondern auch medium war. Und zum anderen, weil sich im Geschmack besonders durch die Kombination aus Salami, Tomate und Basilikum eine authentisch italienische Geschmackskomponente entfalten konnte, die das „Burgererlebnis“ dabei jedoch nicht verfälscht. Anhaltender Kritikpunkt auch hier: der Burger ist zu klein.

It's all about the meat Baby - The "Giorgio Moroder" Burger
It’s all about the meat Baby – The „Giorgio Moroder“ Burger

Beilagen Dreier

Zum Abschluss wollen wir uns noch den Eindrücken zu den Beilagen im „It’s all about the meat Baby“ widmen. Je nach bestellter Variante wird eine zur Abwechslung anständign Portion an Pommes getoppt mit Chili und Cheesecream oder Speck, Chedar, Jalapenos und Zwiebeln (Hangover Variante) serviert.

It's all about the meat Baby - Classic, Chili Cheese und Hangover Fries
It’s all about the meat Baby – Classic, Chili Cheese und Hangover Fries

Allerdings bekamen wir bei den Pommes (und wir haben zur Sicherheit auch die Pommes an den Nebentischen inspiziert) ehrlich gesagt den Eindruck, als ob diese nicht portioniert frisch zubereitet werden (sondern in größeren Mengen produziert und warm gehalten), zumindest haben wir schon „hübschere“ selbstgemachte Pommes erlebt. Optik beiseite waren die Pommes für unseren Geschmack eine Spur zu salzig, dafür aber knusprig. Geschmacklich konnte uns aber leider keine der drei Varianten nachhaltig überzeugen, insbesondere der 7,90 EUR teuren Hangover-Variante können wir beim besten Willen keine Bestnote in der Preisleistung verleihen. Wer das „It’s all about the meat Baby“ nicht hungrig verlassen möchte, der kann sich zumindest an den klassischen Fries probieren und diese mit hausgemachtem Ketchup (erinnert uns ein wenig an Gazpacho) veredeln.

Bewertung It’s all about the meat Baby

  • Erreichbarkeit - 7/10
    7/10
  • Ambiente - 7/10
    7/10
  • Angebotsvielfalt - 7/10
    7/10
  • Freundlichkeit - 8/10
    8/10
  • Schnelligkeit - 8/10
    8/10
  • Kompetenz - 7/10
    7/10
  • Menge - 7/10
    7/10
  • Zubereitung - 7/10
    7/10
  • Geschmack - 7/10
    7/10
  • Preisleistung - 7/10
    7/10
  • Sexiness - 6/10
    6/10

Fazit

Mit seiner Nähe zum Schwedenplatz ist das It's all about the meat Baby zwar gut erreichbar, an regnerischen Tagen auf Grund des Open Air Charakters nicht unbedingt der Place to be. Das Ambiente ist "Pop-Up Store zweckmäßig", die Aussicht gegenüber vom Badeschiffs entlang des Donaukanals zumindest nicht trist. Das Ambiente überzeugt uns nur mittelmäßig, so ganz ohne Teller ist das Erlebte nun mal nicht erstklassig und wir können einfach nicht verstehen, was an Hipster-Gläsern im Einmachglas-Stil so toll sein soll. Aber was solls, kommen wir zum Wesentlichen - dem Geschmack und der Preisleistung. Diese ist in einem Wort "ambivalent". Die Burger waren geschmacklich trotz Schwächen in Ordnung und eigentlich eine Empfehlung wert. Auf die Pommes können wir aber verzichten, trotz der Menge haben sie uns gerade mit den zugegeben gesalzenen Preisen nicht wirklich überzeugen können. Da verhelfen leider auch die wunderschönen blauen Augen (ja, Augen, das ist keine Metapher) einer Kellnerin zu keiner Bestnote. Schade. Die Hundewertung entfällt, Charlotte sonnt sich lieber zu Hause im Garten.

7.1/10
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Restaurant Eckdaten

Adresse: Donaukanallände beim Badeschiff, 1010 Wien

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 17:00-23:00
Sa & So: 12:00-23:00

Web: www.meatbaby.at
Facebook: www.facebook.com/Meatbaby

 

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