Burger Steak

Huth Grillhouse – wer ist eigentlich da Max?

Huth da Max
Geht man(n) durch die Schellinggasse im 1. Bezirk, wird man zwangsläufig mit dem Namen "Huth" konfrontiert. Inzwischen gibt es drei verschiedene Lokale direkt nebeneinander bzw. gegenüber - eine Gaststätte, ein mediterranes Lokal und eben ein Grillhouse. Drei mal dürft ihr raten wo es uns hinverschlagen hat.

Wer zum Geier ist jetzt eigentlich da Max?

MAX IST DER ABENTEURER. Er liebt die Freiheit und lebt in der Natur. Er ist ein Freigeist: unabhängig, naturverbunden  und neugierig. Wenn ihn das Fernweh packt,  reist er gerne in ferne Länder: nach  Nordamerika, Argentinien oder Australien. In seiner Freizeit sattelt er am liebsten sein  Pferd für lange Ausritte oder fängt mit  dem Lasso Kühe ein. Auf den Teller kommt bei ihm nur Bodenständiges: Steaks, Burger und Ribs.“

Storytelling at it´s best – schöner als es ohnehin schon auf der Website des Lokals vermerkt ist,  hätten wir es auch nicht hinbekommen. Nachdem wir nun wissen wer da Max ist, müssen wir natürlich überprüfen, ob mit der Beschreibung übertrieben wird, wie z.B.  beim Wahlkampf der Grünen, oder ob da Max wirklich so ein Wunderwuzzi wie der Marcel ist.

Konzentrieren wir uns mal auf unsere Kernkompetenzen…

… wie das Beef Tartare als Vorspeise, den Cheddar Cheese Burger, das Filetsteak und – na no na – den Bacon Burger. Als Draufgabe gibts für uns noch als Vorspeisen den Flammkuchen und das Lime Beef.

Beef Tartare - Huth da Max
Beef Tartare – Huth da Max
Beef Tartare - Huth da Max
Beef Tartare – Huth da Max

Ob die Kuh nun eigenhändig mit dem Lasso vom Max gefangen wurde wagen wir mal zu bezweifeln. Auch den Begriff „bodenständig“ kann mann hier getrost außen vor lassen – denn was uns hier präsentiert wird ist wohl eher als „upper class“ zu beschreiben. Das Ei ist nicht so garstig wie in anderen Lokalen und das Fleisch ist äusserst fein püriert. Böse Zungen behaupten, das Österreichische Nationalteam hat es eigenhändig – ähnlich wie die Schweden – durch den Fleischwolf gedreht. Das ganze könnte ein bisschen mehr Schärfe vertragen – aber die (Senf?)Sauce als Topping fanden wir sehr lecker. Zum Tartare wurde übrigens Josper Brot gereicht – sprich im Josper Grill  erwärmtes Weißbrot mit einer herrlich rauchigen Note.

Josper Brot - Huth da Max
Josper Brot – Huth da Max
Lime Beef - Huth da Max
Lime Beef – Huth da Max
Lime Beef - Huth da Max
Lime Beef – Huth da Max

Und wenn wir schon beim Josper Grill sind –  hier werden auch die Vorspeisen-Casolettes (wie z.B. unser Lime Beef) zubereitet. Asiatische Einflüsse in einem Grill House? Why not! Das Huth da Max beweist, dass auch das zusammen passt. Wir waren wirklich überrascht, aber das Lime Beef hat hervorragend gemundet – das zarte Rindsfilet war sogar medium gebraten, ganz großes Kino – Hut(h) ab! Der ganzen Perfektion und Zartheit muss natürlich beim Preis Tribut gezollt werden – € 13,50 sind wahrlich kein Schnäppchen aber worth it.

Flammkuchen - Huth da Max
Flammkuchen – Huth da Max

Der Flammkuchen war klassisch und ist eine Vorspeise die sich perfekt zum Teilen eignet. Mit ausreichend Speck und Zwiebeln garniert lässt uns der Flammkuchen zwar nicht in Lobhudelei ausbrechen – aber nicht geschimpft ist ja bekanntlich genug gelobt.

Die Burger

Bacon Burger -Huth da Max
Bacon Burger -Huth da Max
Cheddar Cheese Burger - Huth da Max
Cheddar Cheese Burger – Huth da Max

Optisch auf jeden Fall ein Leckerbissen überzeugen die Burger auch in Sachen Konsistenz und Größe. Die Zutaten beider Burger sind ähnlich – Tomate, Salatgurke, Salat, Cheddar Käse und hausgemachte Mayonnaise – dazu ein Klecks BBQ Sauce und im Falle das Bacon Burgers noch ein Hauch knuspriger Speck. Anbei eine Schale mit weiterer BBQ Sauce und ebenfalls hausgemachte Fries. Soweit so gut.

Leider neutralisiert die Gurke den Geschmack des Burgers ein wenig, hier kann mit der Zugabe weiterer BBQ Sauce nachgeholfen werden. Die hausgemachte Mayo ist zwar nett – braucht es unserer Meinung nach aber nicht zwingend. Das Fleisch war von ausgezeichneter Qualität, aber leider durchgebraten – kann ja mal passieren. Beim Bacon Burger wurde etwas an den Streifen die die Welt bedeuten gespart – ein wenig mehr kann nie schaden! Der Preis von €13,80 (Cheddar Cheese Burger) respektive €14,80 (Bacon Burger) lässt sich durch die Frische und Qualität der Zutaten auf jeden Fall rechtfertigen.

Fries - Huth da Max
Fries – Huth da Max

Die Fries waren eindeutig hausgemacht  und auch dementsprechend lecker (und im Burgerpreis inbegriffen). Salz muss der Gast nach belieben selbst hinzufügen, aber das ist ja nichts schlechtes sofern nicht (wie bei unserem Test) nur zwei Pfefferstreuer am Tisch stehen.

Das Steak

Filetsteak - Huth da Max
So klein und schon ein Steak – Huth da Max
Filetsteak - Huth da Max
Filetsteak – Huth da Max
Filetsteak - Huth da Max
Filetsteak – Huth da Max

Optisch lässt sich eine Kruste erahnen, welche auch beim reinbeissen an manchen Stellen spürbar knusprig ist – hier gibt es einen halben Daumen hoch, denn die Performance ist ausbaubar, wenngleich sie jetzt schon besser ist als bei vielen Konkurrenten. In der Karte wird der Garpunkt mit „automatisch medium-rare“ angegeben. Dementsprechend haben wir uns nicht die Mühe gemacht bei der Bestellung nochmal darauf einzugehen.

Filetsteak - Huth da Max
Filetsteak – Huth da Max

Und siehe da – es kam Medium. O.K. soll vorkommen, tut dem Geschmack auch keinen Abbruch. Das Steak war zart, mit einer zu erahnenden Kruste und rauchigem Geschmack. Gepaart mit dem wunderbaren Meersalz macht das die Kräuterbutter überflüssig. Obwohl wir ohnehin finden, dass Menschen die ihr Steak mit Kräuterbutter zu sich nehmen die Kontrolle über ihr Leben verloren haben (um mal das Zitat eines berühmten Modemachers etwas umzuformulieren). Zwei Kritikpunkte müssen wir aber doch anmerken. 1. Es ist kein Wagyu und 2. 200g Filet reichen maximal um etwaige Zahnlöcher zu füllen – leider aber nicht für hungrige Manly Men Mägen. Eine 300g Variante wird leider nicht angeboten (Ja – das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl!).  Hinzu kommt noch der stolze Preis von €27,80  – gut man zahlt für Top Qualität und evtl. auch noch für die Lage des Lokals im ersten Bezirk, aber ein bisschen was geht da schon noch – oder?

Bewertung Huth da Max

  • Erreichbarkeit - 6/10
    6/10
  • Ambiente - 9/10
    9/10
  • Angebotsvielfalt - 8/10
    8/10
  • Freundlichkeit - 10/10
    10/10
  • Schnelligkeit - 6/10
    6/10
  • Kompetenz - 9/10
    9/10
  • Menge - 8/10
    8/10
  • Zubereitung - 8/10
    8/10
  • Geschmack - 9/10
    9/10
  • Preisleistung - 7/10
    7/10
  • Sexiness - 5/10
    5/10
  • Hundefreundlichkeit - 7/10
    7/10

Fazit

Warum das Huth da Max noch nicht bekannter ist verstehen wir nicht ganz. Gemütliches (und durchdachtes) Ambiente, freundliche Bedienung und Top Qualität haben zwar ihren Preis, aber wer sich mal was gönnen möchte wird hier bestimmt fündig werden. Auch die Asiatischen Einflüsse in der Speisekarte sind nicht zu übersehen und überzeugten in unserem Test die Redakteure. Und wer in einem Grill House nicht fündig wird, für den steht immer noch die Gastwirtschaft und da Moritz (der Huth´sche Italiener) direkt nebenan zur Verfügung. Wir trauen uns fast wetten, dort ist man ebensogut bedient.

P.s.: Weil im ganzen Artikel kein schlechter Frauenwitz vorkommt, hängen wir hier noch einen an:

Warum darf sich die Dame beim Schach überall hin bewegen?
Weil das Schachbrett aussieht wie ein Küchenboden.

7.7/10
User Rating 0 (0 votes)
Sending

Restaurant-Eckdaten

Adresse: Schellingasse 6, 1010 Wien

Telefon: +43 (1) 512 81 28
Web: www.zum-huth.at oder www.damax.at
Facebook: www.facebook.com/zumhuth

2 Kommentare

Klick hier, um ein Kommentar zu posten

  • Ich kann Eurem Bericht in jeder Hinsicht zustimmen. Eine kleine Anmerkung hätte ich allerdings zur Größe der angebotenen Steaks:

    Es stimmt zwar, dass auf der Karte nur das 200g Filet Steak angeboten wird, allerdings bekommt man das auch gerne größer – man muss es nur dazu sagen. Grad letzte Woche haben sie mir wieder ein 400g Stück gemacht, nachdem es an diesem Tag leider keine „Special-Cuts“ gab.

    Und apropos „Special-Cuts“: man überliest das leicht in der Karte, aber bei den Steaks steht es irgendwo drunter, dass man nach „Special-Cuts“ fragen kann. Und das sollte man im Huth da Max UNBEDINGT machen, denn diese sind die eigentlichen Highlights (natürlich leider auch preislich). Diese Gustostückerl werden dann vom Kellner beim Tisch präsentiert. Da sind dann auch schon mal Steaks mit 500-600g dabei, die hungrige Manly Men Mägen sicher eher befriedigen, als ein 200g Filetstückchen ;-)

    Thumbs Up für diesen Blog btw – bin durch Zufall drauf gestoßen und ich find die Beiträge wirklich gut und informativ. Speziell die Qualität der Fotos find ich echt gut. Werd sicher öfter bei Euch auf der Seite vorbeischauen ;-)

    Cheers!

mEAT Festival by MMFB

Über diesen Blog

Der Food Blog von Männern für Männer (und coole Frauen)! Bei uns findet ihr die BESTEN Restaurants in WIEN – wir sind natürlich offen für Tipps, welche Lokale wir testen sollen!
Blogheim.at Logo

Keinen Blogpost verpassen

Jetzt zum Manly Men Foodblog Newsletter anmelden

Adsense

Wer uns hier nicht folgt ist Veganer