Do it yourself Steak

Gentlemen Steak Club Vienna – Die Liebe zur alten Kuh

Nur einmal mit Profis. Wer ständig gut essen geht, kommt aus der Übung beim Kochen. So sind wir zugegeben nicht gerade Weltmeister in der Steakzubereitung. Aber dafür nehmen nehmen wir jede Gelegenheit wahr, mit Menschen zu reden, die ihr Handwerk verstehen. Dem Gentlemen Steak Club Vienna zum Beispiel.

Einer der Punkte auf der Bucketlist eines Mannes ist die Aufnahme in eine exklusive Loge. Wir wollen ganz ehrlich sein. Eigentlich betreiben wir diesen Blog nur, um uns für die Freimaurer zu empfehlen. Oder könnt ihr euch ein altruistischeres Motiv vorstellen, als in einer strengen Auslese hervorragende Restaurants auf eigene Rechnung für Gleichgesinnte zu promoten? Als wir dann am 1. April Post von so einer Vereinigung erhalten haben, dachten wir zuerst an einen schlechten Scherz. Die Rede ist aber nicht von den Freimaurern, sondern von der zweitcoolsten Art einer Vereinigung, die uns kontaktieren könnte. Ein exklusiver Steak Club. Im genau zu sein: der Gentlemen Steak Club Vienna.

Gentlemen Steak Club Vienna

Aus Liebe zur Oiden

Die bösen Fleischesser, die essen die armen Tiere!!!

(Quelle: Crossfitveganer)

Entstanden ist der Gentlemen Steak Club Vienna eher zufällig, die Mitglieder eint jedoch die Liebe zum Fleisch. Und zwar einer ganz bestimmten Sorte: Txogitxu. Bevor ihr versucht, euch die Zunge beim Aussprechen zu brechen – gemeint ist das Fleisch einer alten Kuh. Üblicherweise werden Rinder nach 2-3 Jahren Mast geschlachtet, hin und wieder gibt es jedoch auch Exemplare, die ein paar Jahre mehr Zeit auf dem Hof verbringen. Diese 14-18 Jahre alten Rinder sind fetter als ihre jüngeren Kollegen und in der breiten Masse daher weniger begehrt. Dafür hat sich das Fleisch nicht zuletzt dank der Bemühungen von Imanol Jaca zu einer Delikatesse gemausert.

Angestachelt von einer Reportage haben sich die Gründungsmitglieder auf die Suche nach einem Vertrieb gemacht, über den sie ihre alte Kuh beziehen können. Mit Erfolg. Ihre ersten Versuche haben sie auf ihrem eigenen Blog www.steakclub.wien verschriftlicht und Geschichte damit geschrieben. Einmal im Monat treffen sich (die bis dato ausschließlich männlichen) Mitglieder mehr oder weniger vollständig und gustieren gemeinsam verschiedene Steaksorten in immer wieder neuen Zubereitungsvarianten zusammen mit gutem Wein und rauchigem Whiskey.

Manly Men im Patriachat

Bevor die Alice Schwarzer Fangirls nun auf Whatsapp den nächsten Lynchmob organisieren. Nachdem einer der Redakteure seine Zeit derzeit lieber mit seinem Umzug in die neue Wohnung verbringt (wie kann er nur! na gut, dafür gibt es in Zukunft mehr Do it yourself Beiträge und Bikinicontests), trat der „Last Manly Man Standing“ seine Initiation mit der einzigen Institution an, auf die er sich im Leben immer verlassen kann. Mit seiner besseren Hälfte.

Da schaut ihr. Genauso hat der Gentlemen Club geschaut. Ups, na da hat jemand seine Einladung nicht ordentlich gelesen. Aber kein Drama. Der Gentlemen Steak Club Vienna ist kein weiteres elitäres Patriachat zur Unterdrückung der Frau sondern eine Gruppe ganz normaler Männer die es wagen, einmal im Monat einen Männerabend zu veranstalten.

Profis am Werk

Wenn du willst, dass es richtig gemacht wird, lass es einen Mann probieren. In dem Sprichwort dürfte ein Fünkchen Wahrheit stecken, denn die Grillmeister wissen trotz fehlender Gastroausbildung ziemlich gut, was sie da tun. Das geht sogar soweit, dass sie auf die Anschaffung überteuerter Beefer verzichten und einfach selbst einen basteln.

Gentlemen Steak Club Vienna - Selfmade Beefer
Gentlemen Steak Club Vienna – Steak im Selfmade Beefer

Während wir live bei der Zubereitung verschiedener Steaks einen immer größer werdenden Gusto bekamen, nutzten wir die Gelegenheit um den Gentlemen Steak Club Vienna nach ihrem Rezept für das perfekte Steak zu fragen.

Steakzubereitung für Dummies

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Wie könnte es anders sein. An aller erster Stelle für die Zubereitung eines guten Steaks steht natürlich das Fleisch. Was nützt die perfekteste Zubereitung, wenn das Fleisch keine gute Qualität hat. Keine Sorge, ihr müsst nicht irgend einen Fleischer suchen, mittlerweile bieten auch Supermärkte passable Cuts vom Beiried bis zum Filet von akzeptabler Qualität an. Wichtig ist, dass das Fleisch eine gewisse Dicke aufweist (wir empfehlen 2-3 Finger dick). Selbstverständlich hindert euch niemand daran, im Fachhandel spezielle Importgustostücke zu beziehen. Für ein Wagyu müsst ihr aber nicht nach Japan und auch Österreich bietet interessante Varianten. Oder ihr haltet es wie der Gentlemen Steak Club Vienna und probiert euch an der alten Kuh.

Gentlemen Steak Club Vienna - Irish Dry Aged Roastbeef
Gentlemen Steak Club Vienna – Irish Dry Aged Roastbeef
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Dann benötigt ihr natürlich auch das passende Equipment. Wer in der Küche arbeitet, sollte unbedingt mit einer Gusseisenpfanne arbeiten, da diese deutlich höhere Temperaturen aushält. Beim Grillen macht es dagegen fast keinen Unterschied, ob Gas oder Kohle/Briketts. Gas ist sauberer, Holzkohle dafür „rauchiger“. Wenn ihr keinen Beefer zur Hand habt, achtet am Grill darauf, dass die Kohle nicht überall verteilt wird (sondern eher nur gleichmäßig auf einer Hälfte).

Ein ganz wichtiges Werkzeug, dass euch die Arbeit erleichtert ist ein anständiges Fleischthermometer. Damit spart ihr euch das raten und ihr müsst nicht unbeholfen auf der Nasenspitze und dem Fleisch herumdrücken.

Gentlemen Steak Club Vienna - Fleischthermometer
Gentlemen Steak Club Vienna – Fleischthermometer
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Habt ihr die ersten beiden Punkte erfüllt, ist der schwerste Teil schon geschafft. Die Zubereitung ist egal ob in der Gusseisenpfanne oder am Grill bzw. Beefer die Gleiche. Das Fleisch wird zuerst auf allen Seiten möglichst scharf für maximal 1 Minute angebraten (gerade so, dass das Fleisch eine schöne Struktur bekommt, je heißer desto kürzer). Danach reduziert ihr die Hitze (z.B. legt ihr das Fleisch auf die Seite des Grills, auf der keine Kohlen liegen) und lässt das Steak dort fertig garen. Damit ihr den gewünschten Garpunkt nicht verpasst, nutzen wir das Fleischthermometer. Um ein perfektes Mediumrare zu erzielen, kann man beim Garen pi mal Daumen bis zu einer Temperatur von 45°C warten. Ansonsten empfehlen wir für ein Medium, das Steak im Kern nicht heißer als 50°C werden zu lassen. Nicht vergessen: lasst das Steak vor dem Verzehr noch ein wenig rasten.

Gentlemen Steak Club Vienna - This is where the magic happens
Gentlemen Steak Club Vienna – This is where the magic happens

Bilder sagen mehr als 1000 Worte

Wir könnten jetzt noch endlos schwärmen, von den ausgezeichneten Steaks, die wir an diesen Abend zusammen mit Bier, Wein und Whiskey verkosten durften. Aber das Wetter ist schön, wir sind faul und überhaupt, Bilder sagen hier mehr als Worte je erfassen könnten. Deshalb gibt es zum Abschluss eine Auswahl der Anblicke, die wir an diesem Abend genießen durften. Falls wir euch damit einen Gusto machen konnten – perfekt. Wir jedenfalls sind zuversichtlich, dass wir uns mit unserer besseren Hälfte nicht zu unbeliebt gemacht haben und in Zukunft in voller Besetzung wieder einmal einer Zusammenkunft beiwohnen dürfen.

Gentlemen Steak Club Vienna

Gründungsjahr: 2015
Mitglieder: derzeit 8 (Stand 05/2016)
Beitritt: exklusiv (auf Einladung)
Besonderheiten: Nur für Männer (Sorry Mädls)

Web: www.steakclub.wien
Facebook: www.facebook.com/Gentlemen-Steak-Club-Vienna-181308492240948

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