BBQ Do it yourself Spare Ribs

St. Louis Cut BBQ Ribs – smoke it Baby!

Wahre Grillmeister zelebrieren die Saison das ganze Jahr. Der Pöbel wartet auf schönes Wetter. Aber da ist auch nichts falsch daran. Das schöne am Fokus solcher Anlässe ist, dass man im Freundeskreis gemütlich bei einem Bier zusammensitzen kann und sogar die Kollegen aus der Deckung holt, die sonst nie Zeit haben. Gute Ribs locken sie eben alle raus.

Was ist ein St. Louis Cut?

Ripperl gibt es in zahlreichen Ausprägungen. In unseren Breitengraden sehr beliebt sind ja die klassischen Spare Ribs vom Schwein, aber auch wenn uns der Lebensmitteleinzelhandel in Österreich suggerieren will, dass es nichts anderes als die eine Sorte an breitenwirksam marinierten Spareribs gibt, die Wahrheit sieht zum Glück anders aus. Während uns das Strandcafe z.B. zeigt, dass es nicht unbedingt ein Rub benötigt, sind zu unserer Freude auch Varianten vom Rind aus dem BBQ Bereich auf dem Vormarsch.

Wer traditionell beim Schwein bleiben will, kann sich an Stelle der traditionellen Baby Back Ribs auch ein sogenanntes St. Louis Cut, auch als BBQ-Cut bezeichnet gönnen. Dabei handelt es sich um das Mittelteil der Rippenbögen und findet bei amerikanischen BBQ Meisterschaften Einsatz, da es mit einem Fleischanteil von ca. 70% einen sehr hohen Fleischanteil besitzt. Einziges Manko, wenn man so möchte ist, dass man mit der Rippe oft auch die Rib Tips (Knorpelteil vom Schweinebauch) erwirbt. Was zeichnet diese Edelrippen sonst noch aus? Mit ihrem hohen Fleischanteil sind sie in der Regel langfasriger und schön bissfest, bringen aber auch mehr Fett mit als Baby Back Ribs.

Wir haben uns in unserem Beitrag dazu entschieden, zwei Varianten des St. Louis Cuts zu verkosten. Beide bekommt ihr bei https://www.gourmetfleisch.de, auf der einen Seite St. Louis Style Iberico Ribs um 17,90 EUR das kg, auf der anderen Seite St. Louis Style Duroc Ribs die mit 18,90 EUR das kg nur unwesentlich teurer sind.

Zubereitung eines St. Louis Cut

Duroc Ribs – Gourmetfleisch.de
Iberico Ribs – Gourmetfleisch.de

Wisst ihr, es ist wichtig, Frauen sichtbarer in der Sprache zu machen. Wie wir ausgerechnet jetzt darauf kommen? Es heißt ja „die Rippe“ und nicht „der Rippe“. Dementsprechend wird es euch nicht überraschen, dass es nicht mit einem „Schatz wir müssen jetzt los“ getan ist. Nein, standesgemäß möchten auch Ripperl erstmal aufgedonnert werden.

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(Auf)Putzen

Konkret heißt das, dass wir uns brav am Haushalt beteiligen und die Ribs „putzen“. Das heißt, zunächst wird das überschüssige Fett entfernt und auf der Rückseite die Silberhaut (falls noch vorhanden) vorsichtig entfernt. Ist ein bisserl eine Fitzelei, den Aufwand später aber garantiert wert.

„Putzen“ der Ribs
Tadaaa

Wir empfehlen ebenfalls, das Fett auf der Rückseite einzuschneiden, damit verhindert ihr am Grill, dass sich die Ribs einrollen und eine ungleichmäßige Hitzezufuhr erfolgt.

Einschneiden
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Einreiben

Nach der Grundreinigung kommt das (permanent) Makeup. Was wir für die heutige Grillerei benötigen sind eine Gewürzmischung als Rub und ein Glaze zum Bestreichen während dem Grillvorgang. Puristen schwören auf eigene Kreationen und ihre Idee dahinter ist nicht verkehrt. In Fertigmischungen ist keine Zauberei enthalten, und speziell um Rubs wird mancherorts ein ähnlich großer Hype wie um geheime Burgersaucen gemacht. Es ist aber keine Schande, auf Bewährtes zurück zu greifen. Und mit Bewährtem meinen wir z.B. Ausgezeichnetes. Wie die ausgezeichnete Mischung von Fireland Foods, einem coolen Unternehmen aus Österreich, dass sehr gute Chili Produkte vertreibt. Egal wofür ihr euch entscheidet, wichtig ist, dass ihr das Rub eurer Wahl bitte genauso großzügig wie Nicky Minaj mit ihrem Makeup auf die Ribs reibt und anschließend ordentlich einmassiert. 

BBQ Rub & Glaze – Fireland Foods
„Gerubbte“ Duroc Ribs
„Gerubbte“ Iberico Ribs
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Chillen

So viel harte Arbeit will belohnt werden, aber ruht euch nicht zu sehr auf euren Lorbeeren aus, fertig sind wir an dieser Stelle noch lange nicht. Das heißt ihr packt die Ribs in den Kühlschrank und lässt sie dort für 2-3h einziehen. Eine vorzügliche Gelegenheit, sich in die Sonne zu setzen, die Füße hochzulegen, ein Bier zu trinken und Männergespräche (z.B. die Planung der Expansion des unterdrückenden Patriachats) zu führen. Unsere Frauen stoßen diesmal erst am Abend dazu (so ein Salat muss ja schließlich vorher noch gejagt, ausgeweidet und anschließend angerichtet werden).

4

Griller anheizen

Diese Phase der Selbsterkenntnis ist auch eine gute Gelegenheit, den Grill vorzubereiten. Wir grillen in diesem Fall indirekt nach der 2-Zonen Grillmethode, bei der wir die Kohle in einem nur kleinen Teil des Grillers verteilen. Idealerweise verwendet ihr wie wir keine Holzkohle sondern Briketts. Diese brennen zwar nicht so heiß wie Kohle (Temperatur wird in diesem Fall nicht benötigt) dafür aber länger und konstanter, was für die Zubereitung von Vorteil ist. Falls ihr keinen passenden Einsatz oder eigenen BBQ Grill habt, https://www.moesta-bbq.de/ vertreibt für handelsübliche Griller passende Ein- und Aufsätze und einige weitere brauchbare Utensilien, die gut in jede Grillgrundaustattung passen. 

Beginnt das Anschichten damit, ein paar Briketts im mittleren Bereich zu verteilen und überhäuft sie großzügig mit Smoking Chips eurer Wahl. Platziert anschließend an der Seite jeweils 4-5 glühende Kohlen, die ihr idealerweise mit einem Grillkamin vorbeitet. In die Mitte platziert ihr ein Behältnis gefüllt mit Wasser, wobei das im Optimalfall nicht die von der Freundin geliebte ofenfeste Kuchenform in Blütenweiß sein sollte.

Grillzonen einrichten

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Indirekt grillen

Und Action. Aber wie bei einem guten Kinofilm bitte nicht direkt (auf die Kohlen), sondern mit einer guten Einleitung. Also rein mit den Ribs auf der Knochenseite liegend.

WICHTIG: Habt immer ein Auge auf die Temperatur und beginnt den Garvorgang ca. 90 Minuten bei 100-150 Grad, lasst den Griller nicht zu heiß werden.

Weber Kugelgrill mit Moesta BBQ Pizza und Smokingring
Aufpassen auf die korrekte Temperatur

Nach den ersten 90min wird es Zeit, die Ribs auf der Knochenseite mit einer Glasur eurer Wahl bestreichen und auf der Fleischseite eine halbe Stunde weiter zu grillen.

Einstreichen nach 1,5 Stunden

Anschließend wenden und diesmal auf der Fleischseite mit Glasur bestreichen. Wiederholt das alle 30 Minuten wiederholen bis, je nach Temperatur, insgesamt ca 3-4 Stunden vergangen sind. Für Rechenfaule, das entspricht ca. 4-5 Wendevorgängen (beginnend nach den initialen 90 Minuten). Falls es euch notwendig erscheint, nutzt die Gelegenheit und legt in den ersten beiden Stunden beim Bestreichen Smoking Chips nach.

Einstreichen alle 30min
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Genießen

Wenn ihr alles richtig gemacht habt (und daran zweifeln wir nicht), werden euch zum Schluss Schmuckstücke dieser Art entgegenlachen.

Fertig!

Und der Geschmack? 

Duroc Ribs

Ihr kennt das ja, selbst gegrilltes schmeckt immer besonders, weil jeder Grillmeister seine eigenen Macken hat, welche dem Grillgut immer eine besondere Note verleiht. Im Vergleich Duroc vs. Iberico fiel uns auf, dass das Duroc besonders zart war, was sich auf den hohen Anteil an intramuskulärem Fett und eine feine Marmorierung im Fleisch zurückführen lässt.

Duroc Ribs – Gourmetfleisch.de
Duroc Ribs – Gourmetfleisch.de

Iberico Ribs

Im Gegensatz zum Duroc bekommt das Iberico auf Grund seiner speziellen Ernährung einen ganz besonderen Fleischgeschmack, der bei unserer Zubereitungsvariante wunderbar unterstrichen wird. Zudem ist das Fett genetisch bedingt anders verteilt, was die Ribs im direkten Vergleich bissfester zum Duroc macht. Wenngleich sich bei beiden Varianten das Fleisch auf Grund der Garzeit schon relativ leicht lösen lässt, fällt es noch nicht beim Stechenden Blick eurer besseren Hälften nach einem bösen Witz automatisch vom Knochen sondern verlangt zumindest einen Showkampf Mann gegen Rippe und war damit hauchdünn unser Tagesfavorit.

Iberico Ribs – Gourmetfleisch.de

Fazit

Geschmacklich konnten uns sowohl die Ribs Marke Iberico als auch Duroc überzeugen. Das St. Louis Cut ist zudem eine tolle Abwechslung zu den Alltime Klassiker Spare Ribs und darf sich unserer Meinung nach wesentlich häufiger auf österreichischen Grillern wiederfinden. Habt ihr es schon einmal probiert? Oder eine Idee, was wir als nächstes auf den Griller werfen könnten? Lasst es uns wissen!

Bezugsquellen

Fleisch
www.gourmetfleisch.de/spare-ribs

Rub
www.firelandfoods.at/award-winner

Smoking Zubehör
Moesta-BBQ Smokin‘ PizzaRing – Komplettpaket für Rotisserie (57cm)

Räucherchips & Kohle
www.weber.com/AT/de/zubehoer/anfeuern/

 

1 Kommentar

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  • schauen verdammt leiwand aus!

    als tip – beim schweden des vertrauens gibts die besten ripperlhalter der welt (Variera), damit kann man sich ein paar wendevorgänge sparen. Damit man sich den Grill ned so einsaut kann man das noch in die Koncis Schale stellen :)

    lg

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